Difference between revisions of "Aufgaben:Exercise 4.6: Quantization Characteristics"
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Revision as of 15:48, 16 March 2022
Es wird die nichtlineare Quantisierung betrachtet und es gilt weiterhin das Systemmodell gemäß Aufgabe 4.5.
Die Grafik zeigt zwei Kompressorkennlinien qK(qA):
- Rot eingezeichnet ist die sogenannte A–Kennlinie, die vom CCITT (Comité Consultatif International Téléphonique et Télégraphique) für das Standardsystem PCM 30/32 empfohlen wurde. Für 0≤qA≤1 gilt hier:
- qK(qA)={1+ln(A⋅qA)1+ln(A)A⋅qA1+ln(A)1/A≤qA≤1,qA<1/A.
- Der blau–gestrichelte Kurvenzug gilt für die so genannte 13–Segment–Kennlinie. Diese ergibt sich aus der A–Kennlinie durch stückweise Linearisierung; sie wird in der Aufgabe 4.5 ausführlich behandelt.
Hinweise:
- Die Aufgabe gehört zum Kapitel Pulscodemodulation.
- Bezug genommen wird insbesondere auf die Seite Kompression und Expandierung.
- Für die durchgehend rot gezeichnete A-Kennlinie ist der Quantisierungsparameter A=100 gewählt. Mit dem vom CCITT vorgeschlagenen Wert A=87.56 ergibt sich ein ähnlicher Verlauf.
- Für die beiden weiteren Kurven gilt A=A1 (strich–punktierte Kurve) bzw. A=A2 (punktierte Kurve), wobei für A1 bzw. A2 die beiden möglichen Zahlenwerte 50 und 200 vorgegeben sind. In der Teilaufgabe (3) sollen Sie entscheiden, welche Kurve zu welchem Zahlenwert gehört.
Fragebogen
Musterlösung
(1) Richtig sind die Aussagen 2 und 3:
- Eine Signalverfälschung von leisen Tönen oder in Sprachpausen wird subjektiv als störender empfunden als zum Beispiel ein zusätzliches Geräusch bei Heavy Metal.
- Bezüglich des Quantisierungsrauschens bzw. des SNR gibt es durch eine nichtlineare Quantisierung allerdings keine Verbesserung, wenn von einer Gleichverteilung der Amplitudenwerte ausgegangen wird.
- Berücksichtigt man aber, dass bei Sprach– und Musiksignalen kleinere Amplituden sehr viel häufiger auftreten als große ⇒ Laplaceverteilung, so ergibt sich durch die nichtlineare Quantisierung auch ein besseres SNR.
(2) Richtig sind die Aussagen 1 und 2:
- Durch die Linearisierung in den einzelnen Segmenten ist in diesen bei der 13–Segment–Kennlinie die Intervallbreite der verschiedenen Quantisierungsstufen konstant, was sich bei der Realisierung günstig auswirkt.
- Dagegen gibt es bei der nichtlinearen Quantisierung gemäß der A–Kennlinie keine Quantisierungsintervalle gleicher Breite. Das bedeutet: Die Aussage 3 ist falsch.
(3) Richtig ist NEIN:
- Für qA=1 erhält man unabhängig von A den Wert qK=1.
- Allein mit dieser Vorgabe kann A also nicht ermittelt werden.
(4) Richtig ist wiederum NEIN:
- Für qA=1/A liefern beide Bereichsgleichungen den gleichen Wert qK=1/[1+ln(A)].
- Auch damit kann A nicht bestimmt werden.
(5) Mit dieser Forderung ist A nun berechenbar:
- 0.875=1+ln(A/2)1+ln(A)=1−ln(2)+ln(A)1+ln(A)≈1−0.693+ln(A)1+ln(A)⇒ln(A)=0.875−0.3071−0.875=4.544⇒A≈94_.
(6) Richtig ist die Aussage 2:
- Die Kurve für A1=200 liegt oberhalb der Kurve mit A=100, die Kurve mit A2=50 unterhalb.
- Dies zeigt die folgende Rechnung für qA=0.5:
- A=100:qK=1+ln(100)−ln(2)1+ln(100)=1+4.605−0.6931+4.605≈0.876,
- A=200:qK=1+5.298−0.6931+5.298≈0.890,
- A=50:qK=1+3.912−0.6931+3.912≈0.859.