Aufgaben:Exercise 1.1: Music Signals: Difference between revisions
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{{quiz-Header|Buchseite=Signaldarstellung/Prinzip der Nachrichtenübertragung}} | |||
[[File:P_ID339__Sig_A_1_1.png|right|Musiksignale, verrauscht und verzerrt]] | |||
Nebenstehend sehen Sie einen ca. 30 ms langen Ausschnitt eines Musiksignals <math>q(t)</math>. Es handelt sich um das Stück „Für Elise” von Ludwig van Beethoven. | |||
Darunter gezeichnet sind zwei Sinkensignale <math>v_1(t)</math> und <math>v_2(t)</math>, die nach der Übertragung des Musiksignals <math>q(t)</math> über zwei unterschiedliche Kanäle aufgezeichnet wurden. Mit Hilfe der nachfolgenden Buttons können Sie sich die jeweils ersten dreizehn Sekunden der drei Audiosignale <math>q(t)</math>, <math>v_1(t)</math> und <math>v_2(t)</math> anhören. | |||
Originalsignal <math>q(t)</math> | |||
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Sinkensignal <math>v_1(t)</math> | |||
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Sinkensignal <math>v_2(t)</math> | |||
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''Hinweise:'' | |||
*Die Aufgabe gehört zum Kapitel [[Signaldarstellung/Prinzip_der_Nachrichtenübertragung|Prinzip der Nachrichtenübertragung]]. | |||
*Sollte die Eingabe des Zahlenwertes „0” erforderlich sein, so geben Sie bitte „0.” ein. | |||
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<quiz display=simple> | <quiz display=simple> | ||
{ | {Schätzen Sie die Signalfrequenz von <math>q(t)</math> im dargestellen Ausschnitt ab. | ||
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- | - Die Signalfrequenz beträgt etwa <math>f = 250\,\text{Hz}</math>. | ||
+ | + Die Signalfrequenz beträgt etwa <math>f = 500\,\text{Hz}</math>. | ||
- Die Signalfrequenz beträgt etwa <math>f = 1\,\text{kHz}</math>. | |||
{Welche Aussagen sind für das Signal <math>v_1(t)</math> zutreffend? | |||
|type="[]"} | |||
- Das Signal <math>v_1(t)</math> ist gegenüber <math>q(t)</math> unverzerrt. | |||
+ Das Signal <math>v_1(t)</math> weist gegenüber <math>q(t)</math> Verzerrungen auf. | |||
- Das Signal <math>v_1(t)</math> ist gegenüber <math>q(t)</math> verrauscht. | |||
{Welche Aussagen sind für das Signal <math>v_2(t)</math> zutreffend? | |||
|type="[]"} | |||
+ Das Signal <math>v_2(t)</math> ist gegenüber <math>q(t)</math> unverzerrt. | |||
- Das Signal <math>v_2(t)</math> weist gegenüber <math>q(t)</math> Verzerrungen auf. | |||
+ Das Signal <math>v_2(t)</math> ist gegenüber <math>q(t)</math> verrauscht. | |||
{ | {Eines der Signale ist gegenüber dem Orginal <math>q(t)</math> unverzerrt und nicht verrauscht. Schätzen Sie hierfür den Dämpfungsfaktor und die Laufzeit ab. | ||
|type="{}"} | |type="{}"} | ||
<math> \alpha = </math> { 0.2-0.4 } | |||
<math> \tau = </math> { 5-15 } $ \text{ms}$ | |||
</quiz> | </quiz> | ||
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===Musterlösung=== | ===Musterlösung=== | ||
{{ML-Kopf}} | {{ML-Kopf}} | ||
''' | '''1.''' Im markierten Bereich (20 Millisekunden) sind ca 10 Schwingungen zu erkennen. Daraus folgt für die Signalfrequenz näherungsweise das Ergebnis $f = {10}/(20 \,\text{ms}) = 500 \,\text{Hz}$ ⇒ <u>Lösungsvorschlag 2</u>. | ||
'''( | |||
'''2.''' Das Signal <math>v_1(t)</math> ist gegenüber dem Orginalsignal <math>q(t)</math> unverzerrt ⇒ <u>Lösungsvorschlag 1</u>. Es gilt: | |||
$$v_1(t)=\alpha \cdot q(t-\tau) .$$ | |||
Eine Dämpfung <math>\alpha</math> und eine Laufzeit <math>\tau</math> führen nämlich nicht zu Verzerrungen, sondern das Signal ist dann nur leiser und es kommt später als das Original. | |||
'''3.''' Man erkennt sowohl im dargestellten Signalverlauf <math>v_2(t)</math> als auch im Audiosignal ''additives Rauschen'' ⇒ <u>Lösungsvorschlag 3</u>. Der Signalrauschabstand beträgt dabei ca. 30 dB; dies ist aber aus dieser Darstellung nicht erkennbar. Richtig ist aber auch der <u>Lösungsvorschlag 1</u>: Ohne diesen Rauschanteil wäre <math>v_2(t)</math> identisch mit <math>q(t)</math>. | |||
'''4.''' Das Signal <math>v_1(t)</math> ist formgleich mit dem Originalsignal <math>q(t)</math> und unterscheidet sich von diesem lediglich durch den Amplitudenfaktor $\alpha = \underline{\text{0.3}}$ (dies entspricht etwa –10 dB) und die Laufzeit $\tau = \underline{10\,\text{ms}}$. | |||
{{ML-Fuß}} | |||
[[Category:Aufgaben zu | __NOEDITSECTION__ | ||
[[Category:Aufgaben zu Signaldarstellung|^1. Grundbegriffe der Nachrichtentechnik^]] | |||
Revision as of 13:06, 20 October 2017

Nebenstehend sehen Sie einen ca. 30 ms langen Ausschnitt eines Musiksignals [math]\displaystyle{ q(t) }[/math]. Es handelt sich um das Stück „Für Elise” von Ludwig van Beethoven.
Darunter gezeichnet sind zwei Sinkensignale [math]\displaystyle{ v_1(t) }[/math] und [math]\displaystyle{ v_2(t) }[/math], die nach der Übertragung des Musiksignals [math]\displaystyle{ q(t) }[/math] über zwei unterschiedliche Kanäle aufgezeichnet wurden. Mit Hilfe der nachfolgenden Buttons können Sie sich die jeweils ersten dreizehn Sekunden der drei Audiosignale [math]\displaystyle{ q(t) }[/math], [math]\displaystyle{ v_1(t) }[/math] und [math]\displaystyle{ v_2(t) }[/math] anhören.
Originalsignal [math]\displaystyle{ q(t) }[/math]
Sinkensignal [math]\displaystyle{ v_1(t) }[/math]
Sinkensignal [math]\displaystyle{ v_2(t) }[/math]
Hinweise:
- Die Aufgabe gehört zum Kapitel Prinzip der Nachrichtenübertragung.
- Sollte die Eingabe des Zahlenwertes „0” erforderlich sein, so geben Sie bitte „0.” ein.
Fragebogen
Musterlösung
2. Das Signal [math]\displaystyle{ v_1(t) }[/math] ist gegenüber dem Orginalsignal [math]\displaystyle{ q(t) }[/math] unverzerrt ⇒ Lösungsvorschlag 1. Es gilt:
$$v_1(t)=\alpha \cdot q(t-\tau) .$$
Eine Dämpfung [math]\displaystyle{ \alpha }[/math] und eine Laufzeit [math]\displaystyle{ \tau }[/math] führen nämlich nicht zu Verzerrungen, sondern das Signal ist dann nur leiser und es kommt später als das Original.
3. Man erkennt sowohl im dargestellten Signalverlauf [math]\displaystyle{ v_2(t) }[/math] als auch im Audiosignal additives Rauschen ⇒ Lösungsvorschlag 3. Der Signalrauschabstand beträgt dabei ca. 30 dB; dies ist aber aus dieser Darstellung nicht erkennbar. Richtig ist aber auch der Lösungsvorschlag 1: Ohne diesen Rauschanteil wäre [math]\displaystyle{ v_2(t) }[/math] identisch mit [math]\displaystyle{ q(t) }[/math].
4. Das Signal [math]\displaystyle{ v_1(t) }[/math] ist formgleich mit dem Originalsignal [math]\displaystyle{ q(t) }[/math] und unterscheidet sich von diesem lediglich durch den Amplitudenfaktor $\alpha = \underline{\text{0.3}}$ (dies entspricht etwa –10 dB) und die Laufzeit $\tau = \underline{10\,\text{ms}}$.