Aufgaben:Exercise 2.1Z: DSB-AM without/with Carrier: Difference between revisions

From LNTwww
Safwen (talk | contribs)
No edit summary
No edit summary
Line 1: Line 1:


{{quiz-Header|Buchseite=Modulationsverfahren/ Zweiseitenband-Amplitudenmodulation
{{quiz-Header|Buchseite=Modulationsverfahren/ ZSB-Amplitudenmodulation
}}
}}


Line 83: Line 83:




[[Category:Aufgaben zu  Modulationsverfahren|^2.1 Zweiseitenband-Amplitudenmodulation^]]
[[Category:Aufgaben zu  Modulationsverfahren|^2.1 ZSB-Amplitudenmodulation^]]

Revision as of 12:48, 22 June 2017

Die Grafik zeigt mit dem roten Kurvenverlauf einen Ausschnitt des Sendesignals$s(t) = q(t) · z(t)$ bei der Zweiseitenband–Amplitudenmodulation (abgekürzt mit ZSB-AM) ohne Träger. Die Dauer des Zeitausschnitts beträgt $200 μs$.

Zusätzlich sind das Quellensignal (als blau–gestrichelte Kurve) $$q(t) = 1\,{\rm V} \cdot \cos(2 \pi f_{\rm N} t + \phi_{\rm N})$$ und das Trägersignal (grau–gepunkteter Verlauf) $$z(t) = 1 \cdot \cos(2 \pi f_{\rm T} t + \phi_{\rm T})$$ in der nebenstehenden Grafik eingetragen.

Ab der Teilaufgabe d) wird die „ZSB–AM mit Träger” betrachtet. Dann gilt mit $A_T = 2 V$: $$s(t) = \left(q(t) + A_{\rm T} \right) \cdot z(t) \hspace{0.05cm}.$$


Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 2.1.

Fragebogen

1 Ermitteln Sie die Phasenwerte von Quellen– und Trägersignal aus der Grafik.

$\phi_N$ = $\text{Grad}$
$\phi_T$ = $\text{Grad}$

2 Wie lauten die Frequenzen von $q(t)$ und $z(t)$?

$f_N$ = $\text{KHz}$
$f_T$ $\text{KHz}$

3 Analysieren Sie die Nulldurchgänge von $s(t)$. Welche Aussagen treffen zu?

Alle Nulldurchgänge von $z(t)$ bleiben in $s(t)$ erhalten.
Es gibt weitere Nullstellen, verursacht durch $q(t)$.
Es gilt $s(t) = a(t) · cos(ω_T · t)$ mit $a(t) = |q(t)|$.

4 Bestimmen Sie die Spektralfunktion $S(f)$ über die Faltung. Welche (positiven) Frequenzen $f_1$ und $f_2 > f_1$ sind im Signal enthalten?

$f_1$= $\text{KHz}$
$f_2$ = $\text{KHz}$

5 Es gelte nun $A_T = 2 V$. Wie groß ist der Modulationsgrad?

$m$ =

6 Welche der Aussagen treffen bei der „ZSB–AM mit Träger” und $A_T = 2 V$ zu?

$S(f)$ beinhaltet nun auch Diracfunktionen bei $±f_T$.
Die Gewichte dieser Diraclinien sind jeweils 2 V.
$q(t)$ ist in der Hüllkurve von $s(t)$ zu erkennen.
Durch den zusätzlichen Trägeranteil bleibt die Leistung unverändert.


Musterlösung

1. Beide Signale sind cosinusförmig: $ϕ_N = 0$, $ϕ_T = 0$.


2.Aus der Grafik können für $q(t)$ und $z(t)$ die Periodendauern $200 μs$ bzw. $20 μs$ abgelesen werden. Daraus ergeben sich die Frequenzen zu $f_N = 5 kHz$ und $f_T = 50 kHz$.


3. Die Nullstellen von $z(t)$ bei $±5 μs$, $±15 μs$, $±25 μs$, usw. sind auch im Signal $s(t)$ vorhanden. Weitere Nullstellen von $s(t)$ - verursacht durch $q(t)$ – liegen bei $±50 μs$, $±150 μs$, $±250 μs$, usw.. Richtig sind somit die Aussagen 1 und 2. Die dritte Aussage trifft dagegen nicht zu, sondern es gilt: $$ s(t) = a(t) \cdot \cos(\omega_{\rm T} t + \phi (t)) \hspace{0.05cm}.$$ Für $q(t) > 0$ ist die Phasenfunktion $ϕ(t) = 0$ und $s(t)$ ist gleichlaufend mit $z(t)$. Dagegen gilt für $q(t) < 0$: $ϕ(t) = π = 180°$. Bei den Nulldurchgängen von $q(t)$ weist das modulierte Signal $s(t)$ Phasensprünge auf.


4.Das Spektrum $S(f)$ ergibt sich aus der Faltung der Spektralfunktionen $Z(f)$ und $Q(f)$, die jeweils aus nur zwei Diracfunktionen bestehen. Die Grafik zeigt das Ergebnis.

Die rot eingezeichneten Diracfunktionen gelten nur für die „ZSB–AM mit Träger” und beziehen sich auf die Teilaufgabe f). Die Faltung der beiden $Z(f)$–Diracfunktionen bei $f_T = 50 kHz$ mit $Q(f)$ führt zu den Diraclinien bei $f_T – f_N$ und $f_T + f_N$, jeweils mit Gewicht 0.5 · 0.5 V = 0.25 V.

Die gesuchten Werte sind somit $f_1 = 45 kHz$ und $f_2 = 55 kHz$. Die mit zwei Markierungsstrichen versehene Diracfunktion $0.5 · δ(f + f_T)$ führt zu zwei weiteren Diraclinien bei $–f_1$ und $–f_2$.


5.Der Modulationsgrad berechnet sich zu: $$ m = \frac{q_{\rm max}}{A_{\rm T}} = \frac{A_{\rm N}}{A_{\rm T}} \hspace{0.15cm}\underline {= 0.5} \hspace{0.05cm}.$$

6.Gemäß der Skizze bei d) ergeben sich Diraclinien bei $±f_T$, beide mit dem Impulsgewicht $A_T/2 = 1 V$. Bei m ≤ 1 ist $q(t)$ in der Hüllkurve erkennbar und Hüllkurvendemodulation anwendbar. Allerdings muss diese einfachere Empfängervariante durch eine sehr viel größere Sendeleistung erkauft werden. In diesem Beispiel (m = 0.5) wird die Sendeleistung durch den Trägerzusatz verneunfacht. Richtig sind demzufolge die Lösungsvorschläge 1 und 3.