Aufgaben:Exercise 1.5: Binary Markov Source: Difference between revisions

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[[File:P_ID2250__Inf_A_1_5.png|right|Betrachtetes binäres Markovdiagramm]]
[[File:P_ID2250__Inf_A_1_5.png|right|frame|Binäres Markovdiagramm]]
Die [[Aufgaben:1.4_Entropienäherungen_für_den_AMI-Code|Aufgabe 1.4]] hat gezeigt, dass die Berechnung der Entropie bei einer gedächtnisbehafteten Quelle sehr aufwändig sein kann. Man muss dann zunächst (sehr viele) Entropienäherungen $H_k$ für $k$–Tupel berechnen und kann erst  dann mit dem Grenzübergang $k \to \infty$ die Quellenentropie ermitteln:
Die [[Aufgaben:1.4_Entropienäherungen_für_den_AMI-Code|Aufgabe 1.4]] hat gezeigt, dass die Berechnung der Entropie bei einer gedächtnisbehafteten Quelle sehr aufwändig sein kann. Man muss dann zunächst (sehr viele) Entropienäherungen $H_k$ für $k$–Tupel berechnen und kann erst  dann die Quellenentropie mit dem Grenzübergang $k \to \infty$ ermitteln:
:$$H  =  \lim_{k \rightarrow \infty } H_k  \hspace{0.05cm}.$$
:$$H  =  \lim_{k \rightarrow \infty } H_k  \hspace{0.05cm}.$$
Oft tendiert dabei $H_k$ nur sehr langsam gegen den Grenzwert $H$.
Oft tendiert dabei $H_k$ nur sehr langsam gegen den Grenzwert $H$.


Der Rechengang wird drastisch reduziert, wenn die Nachrichtenquelle Markoveigenschaften besitzt. Die Grafik zeigt das Übergangsdiagramm für eine binäre Markovquelle mit den zwei Zuständen (Symbolen) $\rm A$ und $\rm B$.  
Der Rechengang wird drastisch reduziert, wenn die Nachrichtenquelle Markoveigenschaften besitzt. Die Grafik zeigt das Übergangsdiagramm für eine binäre Markovquelle mit den zwei Zuständen (Symbolen) $\rm A$ und $\rm B$.  
*Dieses ist durch die beiden bedingten Wahrscheinlichkeiten $p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} = p$ und $p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} = q$ eindeutig bestimmt.  
*Dieses ist durch die beiden bedingten Wahrscheinlichkeiten $p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} = p$  und  $p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} = q$ eindeutig bestimmt.  
*Die bedingten Wahrscheinlichkeiten $p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}$ und $p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}$ sowie die Symbolwahrscheinlichkeiten $p_{\rm A}$ und $p_{\rm B}$ lassen sich daraus ermitteln.
*Die bedingten Wahrscheinlichkeiten $p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}$  und  $p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}$ sowie die Symbolwahrscheinlichkeiten $p_{\rm A}$  und  $p_{\rm B}$ lassen sich daraus ermitteln.




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{\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}}
{\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}}
  \hspace{0.05cm}.$$
  \hspace{0.05cm}.$$
Bei dieser Gleichung ist zu beachten, dass im Argument des <i>Logarithmus dualis</i> jeweils die [[Stochastische_Signaltheorie/Statistische_Abhängigkeit_und_Unabhängigkeit#Bedingte_Wahrscheinlichkeit|bedingten Wahrscheinlichkeiten]] $p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}$, $p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}$, ... einzusetzen sind, während für die Gewichtung die [[Stochastische_Signaltheorie/Mengentheoretische_Grundlagen#Schnittmenge|Verbundwahrscheinlichkeiten]] $p_{\rm AA}$, $p_{\rm AB}$, ... zu verwenden sind.
Bei dieser Gleichung ist zu beachten, dass im Argument des <i>Logarithmus dualis</i>&nbsp; jeweils die [[Stochastische_Signaltheorie/Statistische_Abhängigkeit_und_Unabhängigkeit#Bedingte_Wahrscheinlichkeit|bedingten Wahrscheinlichkeiten]] $p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}$, $p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}$, ... &nbsp; einzusetzen sind, während für die Gewichtung die [[Stochastische_Signaltheorie/Mengentheoretische_Grundlagen#Schnittmenge|Verbundwahrscheinlichkeiten]] $p_{\rm AA}$, $p_{\rm AB}$, ... &nbsp; zu verwenden sind.


Mit der Entropienäherung erster Ordnung,
Mit der Entropienäherung erster Ordnung,
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{\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm B}}
{\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm B}}
  \hspace{0.5cm}({\rm Einheit\hspace{-0.1cm}: \hspace{0.1cm}bit/Symbol})\hspace{0.05cm},$$
  \hspace{0.5cm}({\rm Einheit\hspace{-0.1cm}: \hspace{0.1cm}bit/Symbol})\hspace{0.05cm},$$
sowie der oben angegebenen (tatsächlichen) Entropie $H = H_{\rm M}$ lassen sich bei einer Markovquelle auch alle weiteren Entropienäherungen ($k = 2,, 3$, ...) direkt berechnen:
sowie der oben angegebenen (tatsächlichen) Entropie $H = H_{\rm M}$ lassen sich bei einer Markovquelle auch alle weiteren Entropienäherungen $(k = 2,, 3, \text{...})$ direkt berechnen:
:$$H_k =  \frac{1}{k} \cdot [ H_{\rm 1} + (k-1) \cdot H_{\rm M}]  
:$$H_k =  \frac{1}{k} \cdot \big [ H_{\rm 1} + (k-1) \cdot H_{\rm M} \big ]  
  \hspace{0.05cm}.$$
  \hspace{0.05cm}.$$




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*Die Aufgabe gehört zum  Kapitel [[Informationstheorie/Nachrichtenquellen_mit_Gedächtnis|Nachrichtenquellen mit Gedächtnis]].
*Die Aufgabe gehört zum  Kapitel [[Informationstheorie/Nachrichtenquellen_mit_Gedächtnis|Nachrichtenquellen mit Gedächtnis]].
*Bezug genommen wird insbesondere auch auf die beiden Seiten  [[Stochastische_Signaltheorie/Mengentheoretische_Grundlagen#Schnittmenge|Schnittmenge]] und [[Stochastische_Signaltheorie/Statistische_Abhängigkeit_und_Unabhängigkeit#Bedingte_Wahrscheinlichkeit|Bedingte Wahrscheinlichkeit]].
*Bezug genommen wird insbesondere auch auf die beiden Seiten  [[Stochastische_Signaltheorie/Mengentheoretische_Grundlagen#Schnittmenge|Schnittmenge]] und [[Stochastische_Signaltheorie/Statistische_Abhängigkeit_und_Unabhängigkeit#Bedingte_Wahrscheinlichkeit|Bedingte Wahrscheinlichkeit]].
*Mit Ausnahme der Teilaufgabe (6) gelte stets  $p = 1/4$ und $q = 1/2$.
*Mit Ausnahme der Teilaufgabe '''(6)''' gelte stets  $p = 1/4$ &nbsp;und&nbsp; $q = 1/2$.
   
   
*Für die (ergodischen) Symbolwahrscheinlichkeiten einer Markovkette erster Ordnung gilt:
*Für die (ergodischen) Symbolwahrscheinlichkeiten einer Markovkette erster Ordnung gilt:
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p_{\rm B}  = \frac {p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}}
p_{\rm B}  = \frac {p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}}
{ p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} + p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}}  \hspace{0.05cm}.$$
{ p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} + p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}}  \hspace{0.05cm}.$$




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<quiz display=simple>
<quiz display=simple>
{Geben Sie die Übergangswahrscheinlichkeiten für $p = 1/4$ und $q = 1/2$ an.
{Geben Sie die Übergangswahrscheinlichkeiten für &nbsp;$p = 1/4$ &nbsp;und&nbsp; $q = 1/2$ an.
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$p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} \ = $  { 0.5 3% }
$p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} \ = \ $  { 0.5 3% }
$p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} \ = $ { 0.75 3% }
$p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} \ = $ { 0.75 3% }




{Wie groß sind die Symbolwahrscheinlichkeiten? Es gelte weiterhin $p = 1/4$ und $q = 1/2$.  
{Wie groß sind die Symbolwahrscheinlichkeiten? Es gelte weiterhin &nbsp;$p = 1/4$ &nbsp;und&nbsp; $q = 1/2$.  
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$p_{\rm A} \ = $  { 0.333 3% }
$p_{\rm A} \ = $  { 0.333 3% }
$p_{\rm B} \ = ${ 0.667 3% }
$p_{\rm B} \ = ${ 0.667 3% }




{Geben Sie die dazugehörige Entropienäherung erster Ordnung an.
{Geben Sie die dazugehörige Entropienäherung erster Ordnung an.
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$H_1  \ = $ { 0.918 1% } $\ \rm bit/Symbol$
$H_1  \ = \ $ { 0.918 1% } $\ \rm bit/Symbol$




{Welche Entropie $H = H_{\rm M}$ besitzt diese Markovquelle mit $p = 1/4$ und $q = 1/2$?
{Welche Entropie $H = H_{\rm M}$ besitzt diese Markovquelle mit &nbsp;$p = 1/4$ &nbsp;und&nbsp; $q = 1/2$?
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$H \  =$ { 0.875 1% } $\ \rm bit/Symbol$
$H \  = \ $ { 0.875 1% } $\ \rm bit/Symbol$




{Welche Näherungen $H_k$ ergeben sich aufgrund der Markoveigenschaften?
{Welche Näherungen $H_k$ ergeben sich aufgrund der Markoveigenschaften?
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$H_2 \  =$ { 0.897 0.5% } $\ \rm bit/Symbol$
$H_2 \  = \ $ { 0.897 0.5% } $\ \rm bit/Symbol$
$H_3 \  =$ { 0.889 0.5% } $\ \rm bit/Symbol$
$H_3 \  = \ $ { 0.889 0.5% } $\ \rm bit/Symbol$
$H_4 \  =$ { 0.886 0.5% } $\ \rm bit/Symbol$
$H_4 \  = \ $ { 0.886 0.5% } $\ \rm bit/Symbol$




{Welche Entropie $H = H_{\rm M}$ besitzt die Markovquelle mit $p = 1/4$ und $q = 3/4$?
{Welche Entropie $H = H_{\rm M}$ besitzt die Markovquelle mit &nbsp;$p = 1/4$ &nbsp;und&nbsp; $q = 3/4$?
|type="{}"}
|type="{}"}
$H \  =$  { 0.811 1% } $\ \rm bit/Symbol$
$H \  = \ $  { 0.811 1% } $\ \rm bit/Symbol$





Revision as of 09:29, 19 September 2018

Binäres Markovdiagramm

Die Aufgabe 1.4 hat gezeigt, dass die Berechnung der Entropie bei einer gedächtnisbehafteten Quelle sehr aufwändig sein kann. Man muss dann zunächst (sehr viele) Entropienäherungen $H_k$ für $k$–Tupel berechnen und kann erst dann die Quellenentropie mit dem Grenzübergang $k \to \infty$ ermitteln:

$$H = \lim_{k \rightarrow \infty } H_k \hspace{0.05cm}.$$

Oft tendiert dabei $H_k$ nur sehr langsam gegen den Grenzwert $H$.

Der Rechengang wird drastisch reduziert, wenn die Nachrichtenquelle Markoveigenschaften besitzt. Die Grafik zeigt das Übergangsdiagramm für eine binäre Markovquelle mit den zwei Zuständen (Symbolen) $\rm A$ und $\rm B$.

  • Dieses ist durch die beiden bedingten Wahrscheinlichkeiten $p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} = p$  und  $p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} = q$ eindeutig bestimmt.
  • Die bedingten Wahrscheinlichkeiten $p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}$  und  $p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}$ sowie die Symbolwahrscheinlichkeiten $p_{\rm A}$  und  $p_{\rm B}$ lassen sich daraus ermitteln.


Die Entropie der binären Markovkette (mit der Einheit „bit/Symbol”) lautet dann:

$$H = H_{\rm M} = p_{\rm AA} \cdot {\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}} + p_{\rm AB} \cdot {\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}} + p_{\rm BA} \cdot {\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}} + p_{\rm BB} \cdot

{\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}}

\hspace{0.05cm}.$$

Bei dieser Gleichung ist zu beachten, dass im Argument des Logarithmus dualis  jeweils die bedingten Wahrscheinlichkeiten $p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}$, $p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}$, ...   einzusetzen sind, während für die Gewichtung die Verbundwahrscheinlichkeiten $p_{\rm AA}$, $p_{\rm AB}$, ...   zu verwenden sind.

Mit der Entropienäherung erster Ordnung,

$$H_1 = p_{\rm A} \cdot {\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm A}} + p_{\rm B} \cdot

{\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm B}}

\hspace{0.5cm}({\rm Einheit\hspace{-0.1cm}: \hspace{0.1cm}bit/Symbol})\hspace{0.05cm},$$

sowie der oben angegebenen (tatsächlichen) Entropie $H = H_{\rm M}$ lassen sich bei einer Markovquelle auch alle weiteren Entropienäherungen $(k = 2,, 3, \text{...})$ direkt berechnen:

$$H_k = \frac{1}{k} \cdot \big [ H_{\rm 1} + (k-1) \cdot H_{\rm M} \big ]
\hspace{0.05cm}.$$



Hinweise:

  • Für die (ergodischen) Symbolwahrscheinlichkeiten einer Markovkette erster Ordnung gilt:
$$ p_{\rm A} = \frac {p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}}

{ p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} + p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}} \hspace{0.05cm}, \hspace{0.3cm} p_{\rm B} = \frac {p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}} { p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} + p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}} \hspace{0.05cm}.$$



Fragebogen

1 Geben Sie die Übergangswahrscheinlichkeiten für  $p = 1/4$  und  $q = 1/2$ an.

$p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} \ = \ $
$p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} \ = \ $

2 Wie groß sind die Symbolwahrscheinlichkeiten? Es gelte weiterhin  $p = 1/4$  und  $q = 1/2$.

$p_{\rm A} \ = \ $
$p_{\rm B} \ = \ $

3 Geben Sie die dazugehörige Entropienäherung erster Ordnung an.

$H_1 \ = \ $ $\ \rm bit/Symbol$

4 Welche Entropie $H = H_{\rm M}$ besitzt diese Markovquelle mit  $p = 1/4$  und  $q = 1/2$?

$H \ = \ $ $\ \rm bit/Symbol$

5 Welche Näherungen $H_k$ ergeben sich aufgrund der Markoveigenschaften?

$H_2 \ = \ $ $\ \rm bit/Symbol$
$H_3 \ = \ $ $\ \rm bit/Symbol$
$H_4 \ = \ $ $\ \rm bit/Symbol$

6 Welche Entropie $H = H_{\rm M}$ besitzt die Markovquelle mit  $p = 1/4$  und  $q = 3/4$?

$H \ = \ $ $\ \rm bit/Symbol$


Musterlösung

Markovdiagramm für die Teilaufgaben (1), ... , (5)
Markovdiagramm für die Teilaufgaben (1), ... , (5)

Nach $\rm A$ sind $\rm A$ und $\rm B$ gleichwahrscheinlich. Nach $\rm B$ tritt $\rm B$ sehr viel häufiger als $\rm A$ auf. Für die Übergangswahrscheinlichkeiten gilt:

$$p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} \hspace{0.1cm} = \hspace{0.1cm} 1 - p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}= 1 - q \hspace{0.15cm} \underline {= 0.5} \hspace{0.05cm},$$
$$ p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} \hspace{0.1cm} = \hspace{0.1cm} 1 - p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}= 1 - p \hspace{0.15cm} \underline {= 0.75} \hspace{0.05cm}.$$

(2)  Entsprechend den angegebenen Gleichungen gilt:

$$p_{\rm A}= \frac{p}{p+q} = \frac{0.25}{0.25 + 0.50} \hspace{0.15cm} \underline {= 0.333} \hspace{0.05cm}, \hspace{0.5cm}

p_{\rm B} = \frac{q}{p+q} = \frac{0.50}{0.25 + 0.50} \hspace{0.15cm} \underline {= 0.667} \hspace{0.05cm}.$$

(3)  Mit den in der letzten Teilaufgabe berechneten Wahrscheinlichkeiten gilt:

$$H_{\rm 1} = H_{\rm bin}(p_{\rm A}) = 1/3 \cdot {\rm log}_2\hspace{0.01cm} (3) + 2/3 \cdot {\rm log}_2\hspace{0.01cm} (1.5) =
1.585 - 2/3\hspace{0.15cm} \underline {= 0.918 \,{\rm bit/Symbol}} 
\hspace{0.05cm}.$$

(4)  Die Entropie der Markovquelle lautet entsprechend der Angabe

$$H = p_{\rm AA} \cdot {\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}} + p_{\rm AB} \cdot {\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A}} + p_{\rm BA} \cdot {\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}} + p_{\rm BB} \cdot

{\rm log}_2\hspace{0.1cm}\frac {1}{ p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}}

\hspace{0.05cm}.$$

Für die Verbundwahrscheinlichkeiten gilt:

$$p_{\rm AA} = p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} \cdot p_{\rm A} = (1-q) \cdot \frac{p}{p+q} =
\frac{1/2 \cdot 1/4}{3/4} =  {1}/{6} \hspace{0.05cm},$$
$$ p_{\rm AB} = p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} \cdot p_{\rm A} = q \cdot \frac{p}{p+q} =
\frac{1/2 \cdot 1/4}{3/4} =  {1}/{6} \hspace{0.05cm},$$
$$ p_{\rm BA} = p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} \cdot p_{\rm B} = p \cdot \frac{q}{p+q} =
p_{\rm AB} =  {1}/{6} \hspace{0.05cm},$$
$$ p_{\rm BB} = p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B} \cdot p_{\rm B} = (1-p) \cdot \frac{q}{p+q} =
\frac{3/4 \cdot 1/2}{3/4} =  {1}/{2} $$
$$\Rightarrow\hspace{0.3cm} H = 1/6 \cdot {\rm log}_2\hspace{0.01cm} (2) + 1/6 \cdot {\rm log}_2\hspace{0.01cm} (2) + 1/6 \cdot

{\rm log}_2\hspace{0.01cm} (4) + 1/2 \cdot {\rm log}_2\hspace{0.1cm} (4/3) =

10/6 - 1/2 \cdot {\rm log}_2\hspace{0.01cm} (3) \hspace{0.15cm} \underline {= 0.875 \,{\rm bit/Symbol}} 
\hspace{0.05cm}.$$

(5)  Allgemein gilt mit $H_{\rm M} = H$ für die $k$–Entropienäherung: $H_k = {1}/{k} \cdot [ H_{\rm 1} + (k-1) \cdot H_{\rm M}] \hspace{0.05cm}.$ Daraus folgt:

$$H_2 = {1}/{2} \cdot [ 0.918 + 1 \cdot 0.875] \hspace{0.15cm} \underline {= 0.897 \,{\rm bit/Symbol}}
\hspace{0.05cm},$$
$$ H_3 = {1}/{3} \cdot [ 0.918 + 2 \cdot 0.875] \hspace{0.15cm} \underline {= 0.889 \,{\rm bit/Symbol}}
\hspace{0.05cm},$$
$$ H_4 = {1}/{4} \cdot [ 0.918 + 3 \cdot 0.875] \hspace{0.15cm} \underline {= 0.886 \,{\rm bit/Symbol}}
\hspace{0.05cm}.$$
Markovdiagramm zur Teilaufgaben (6)
Markovdiagramm zur Teilaufgaben (6)

(6)  Mit dem neuen Parametersatz ($p = 1/4, q = 3/4$) erhält man für die Symbolwahrscheinlichkeiten: $ p_{\rm A} = 1/4$ und $ p_{\rm B} = 3/4$. Dieser Sonderfall führt demnach zu statistisch unabhängigen Symbolen:

$$ p_{\rm A} = p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} = p_{\rm A\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}
\hspace{0.05cm}, \hspace{0.2cm} p_{\rm B} = p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}A} = p_{\rm B\hspace{0.01cm}|\hspace{0.01cm}B}
\hspace{0.05cm}.$$

Damit ist die Entropie $H$ identisch mit der Entropienäherung $H_1$:

$$H = H_{\rm 1} = 1/4 \cdot {\rm log}_2\hspace{0.01cm} (4) + 3/4 \cdot {\rm log}_2\hspace{0.01cm} (4/3) =
2 - 0.75 \cdot {\rm log}_2\hspace{0.01cm} (3) \hspace{0.15cm} \underline {= 0.811 \,{\rm bit/Symbol}} 
\hspace{0.05cm}.$$

Die Entropienäherungen $H_2$, $H_3$, $H_4$, ... liefern hier ebenfalls das Ergebnis $0.811 \, \rm bit/Symbol$.