Difference between revisions of "Applets:Eye Pattern and Worst-Case Error Probability"
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Revision as of 16:20, 1 April 2021
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Contents
Applet Description
The applet illustrates the eye pattern for different encodings
- binary (redundancy-free),
- quaternary (redundancy-free),
- pseudo–ternary: (AMI and duobinary)
and for various reception concepts
- Matched Filter receiver,
- CRO Nyquist system,
- Gaussian low-pass filter.
The last reception concept leads to intersymbol interference, that is: Neighboring symbols interfere with each other in symbol decision.
Such intersymbol interferences and their influence on the error probability can be captured and quantified very easily by the "eye pattern". But also for the other two (without intersymbol interference) systems important insights can be gained from the graphs.
Furthermore, the most unfavorable ("worst case") error probability
- p_{\rm U} = {\rm Q}\left[ö_{\rm norm}/\sigma_{\rm norm} \right ]
is output, which for binary Nyquist systems is identical to the mean error probability p_{\rm M} and represents a suitable upper bound for the other system variants: p_{\rm U} \ge p_{\rm M}.
In the p_{\rm U}–equation mean:
- {\rm Q}(x) is the Complementary Gaussian Error Function. The normalized eye opening can have values between 0 \le ö_{\rm norm} \le 1 .
- The maximum value (ö_{\rm norm} = 1) applies to the binary Nyquist system and ö_{\rm norm}=0 represents a "closed eye".
- The normalized detection noise rms value \sigma_{\rm norm} depends on the adjustable parameter 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 but also on the coding and the receiver concept.
Theoretical Background
Systembeschreibung und Voraussetzungen
Für dieses Applet gilt das unten skizzierte Modell der binären Basisbandübertragung. Zunächst gelten folgende Voraussetzungen:
- Die Übertragung erfolgt binär, bipolar und redundanzfrei mit der Bitrate R_{\rm B} = 1/T, wobei T die Symboldauer angibt.
- Das Sendesignal s(t) ist zu allen Zeiten t gleich \pm s_0 ⇒ Der Sendegrundimpuls g_s(t) ist NRZ–rechteckförmig mit Amplitude s_0 und Impulsdauer T.
- Das Empfangssignal sei r(t) = s(t) + n(t), wobei der AWGN–Term n(t) durch die (einseitige) Rauschleistungsdichte N_0 gekennzeichnet ist.
- Der Kanalfrequenzgang sei bestmöglich (ideal) und muss nicht weiter berücksichtigt werden: H_{\rm K}(f) =1.
- Das Empfangsfilter mit der Impulsantwort h_{\rm E}(t) formt aus r(t) das Detektionssignal d(t) = d_{\rm S}(t)+ d_{\rm N}(t).
- Dieses wird vom Entscheider mit der Entscheiderschwelle E = 0 zu den äquidistanten Zeiten \nu \cdot T ausgewertet.
- Es wird zwischen dem Signalanteil d_{\rm S}(t) – herrührend von s(t) – und dem Rauschanteil d_{\rm N}(t) unterschieden, dessen Ursache das AWGN–Rauschen n(t) ist.
- d_{\rm S}(t) kann als gewichtete Summe von gewichteten und jeweils um T verschobenen Detektionsgrundimpulsen g_d(t) = g_s(t) \star h_{\rm E}(t) dargestellt werden.
- Zur Berechnung der (mittleren) Fehlerwahrscheinlichkeit benötigt man ferner die Varianz \sigma_d^2 = {\rm E}\big[d_{\rm N}(t)^2\big] des Detektionsrauschanteils (bei AWGN–Rauschen).
Optimales impulsinterferenzfreies System – Matched-Filter-Empfänger
Die minimale Fehlerwahrscheinlichkeit ergibt sich für den hier betrachteten Fall H_{\rm K}(f) =1 mit dem Matched-Filter-Empfänger, also dann, wenn h_{\rm E}(t) formgleich mit dem NRZ–Sendegrundimpuls g_s(t) ist. Die rechteckförmige Impulsantwort h_{\rm E}(t) hat dann die Dauer T_{\rm E} = T und die Höhe 1/T.
- Der Detektionsgrundimpuls g_d(t) ist dreieckförmig mit dem Maximum s_0 bei t=0 ; es gilt g_d(t)=0 für |t| \ge T. Aufgrund dieser engen zeitlichen Begrenzung kommt es nicht zu Impulsinterferenzen ⇒ d_{\rm S}(t = \nu \cdot T) = \pm s_0 ⇒ der Abstand aller Nutzabtastwerte von der Schwelle E = 0 ist stets |d_{\rm S}(t = \nu \cdot T)| = s_0.
- Die Detektionsrauschleistung ist bei dieser Konstellation:
- \sigma_d^2 = N_0/2 \cdot \int_{-\infty}^{+\infty} |h_{\rm E}(t)|^2 {\rm d}t = N_0/(2T)=\sigma_{\rm MF}^2.
- Für die (mittlere) Fehlerwahrscheinlichkeit gilt mit der Komplementären Gaußschen Fehlerfunktion {\rm Q}(x) :
- p_{\rm M} = {\rm Q}\left[\sqrt{{s_0^2}/{\sigma_d^2}}\right ] = {\rm Q}\left[\sqrt{{2 \cdot s_0^2 \cdot T}/{N_0}}\right ] = {\rm Q}\left[\sqrt{2 \cdot E_{\rm B}/ N_0}\right ].
Das Applet berücksichtigt diesen Fall mit den Einstellungen „nach Spalt–Tiefpass” sowie T_{\rm E}/T = 1. Die ausgegebenen Werte sind im Hinblick auf spätere Konstellationen
- die normierte Augenöffnung ö_{\rm norm} =1 ⇒ dies ist der maximal mögliche Wert,
- der normierte Detektionsrauscheffektivwert (gleich der Wurzel aus der Detektionsrauschleistung) \sigma_{\rm norm} =\sqrt{1/(2 \cdot E_{\rm B}/ N_0)} sowie
- die ungünstigste Fehlerwahrscheinlichkeit p_{\rm U} = {\rm Q}\left[ö_{\rm norm}/\sigma_{\rm norm} \right ] ⇒ bei impulsinterferenzfreien Systemen stimmen p_{\rm M} und p_{\rm U} überein.
\text{Unterschiede bei den Mehrstufensystemen}
- Es gibt M\hspace{-0.1cm}-\hspace{-0.1cm}1 Augen und eben so viele Schwellen ⇒ ö_{\rm norm} =1/(M\hspace{-0.1cm}-\hspace{-0.1cm}1) ⇒ M=4: Quaternärsystem, M=3: AMI-Code, Duobinärcode.
- Der normierte Detektionsrauscheffektivwert \sigma_{\rm norm} ist beim Quaternärsystem um den Faktor \sqrt{5/9} \approx 0.745 kleiner als beim Binärsystem.
- Beim AMI-Code und dem Duobinärcode hat dieser Verbesserungsfaktor, der auf das kleinere E_{\rm B}/ N_0 zurückgeht, den Wert \sqrt{1/2} \approx 0.707.
Nyquist–System mit Cosinus-Rolloff-Gesamtfrequenzgang
Wir setzen voraus, dass der Gesamtfrequenzgang zwischen der diracförmigen Quelle bis zum Entscheider den Verlauf eines Cosinus-Rolloff-Tiefpasses hat ⇒ H_{\rm S}(f)\cdot H_{\rm E}(f) = H_{\rm CRO}(f) .
- Der Flankenabfall von H_{\rm CRO}(f) ist punktsymmetrisch um die Nyquistfrequenz 1/(2T). Je größer der Rolloff-Faktor r_{ \hspace {-0.05cm}f} ist, um so flacher verläuft die Nyquistflanke.
- Der Detektionsgrundimpuls g_d(t) = s_0 \cdot T \cdot {\mathcal F}^{-1}\big[H_{\rm CRO}(f)\big] hat unabhängig von r_{ \hspace {-0.05cm}f} zu den Zeiten \nu \cdot T Nullstellen. Weitere Nulldurchgänge gibt es abhängig von r_{ \hspace {-0.05cm}f}. Für den Impuls gilt:
- g_d(t) = s_0 \hspace{-0.05cm}\cdot\hspace{-0.05cm} {\rm si}(\pi \hspace{-0.05cm}\cdot\hspace{-0.05cm} t/T )\hspace{-0.05cm}\cdot\hspace{-0.05cm}\frac {\cos(\pi \cdot r_{\hspace{-0.05cm}f} \cdot t/T )}{1 - (2 \cdot r_{\hspace{-0.05cm}f} \cdot t/T)^2}.
- Daraus folgt: Wie beim Matched-Filter-Empfänger ist das Auge maximal geöffnet ⇒ ö_{\rm norm} =1.
Betrachten wir nun die Rauschleistung vor dem Entscheider. Für diese gilt:
- \sigma_d^2 = N_0/2 \cdot \int_{-\infty}^{+\infty} |H_{\rm E}(f)|^2 {\rm d}f = N_0/2 \cdot \int_{-\infty}^{+\infty} \frac{|H_{\rm CRO}(f)|^2}{|H_{\rm S}(f)|^2} {\rm d}f.
Die Grafik zeigt die Leistungsübertragungsfunktion |H_{\rm E}(f)|^2 für drei verschiedene Rolloff–Faktoren
- r_{ \hspace {-0.05cm}f}=0 ⇒ grüne Kurve,
- r_{ \hspace {-0.05cm}f}=1 ⇒ rote Kurve,
- r_{ \hspace {-0.05cm}f}=0.8 ⇒ blaue Kurve.
Die Flächen unter diesen Kurven sind jeweils ein Maß für die Rauschleistung \sigma_d^2. Das grau hinterlegte Rechteck markiert den kleinsten Wert \sigma_d^2 =\sigma_{\rm MF}^2, der sich auch mit dem Matched-Filter-Empfänger ergeben hat.
Man erkennt aus dieser Darstellung:
- Der Rolloff–Faktor r_{\hspace{-0.05cm}f} = 0 (Rechteck–Frequenzgang) führt trotz des sehr schmalen Empfangsfilters zu \sigma_d^2 =K \cdot \sigma_{\rm MF}^2 mit K \approx 1.5, da |H_{\rm E}(f)|^2 mit wachsendem f steil ansteigt. Der Grund für diese Rauschleistungsanhebung ist die Funktion \rm si^2(\pi f T) im Nenner, die zur Kompensation des |H_{\rm S}(f)|^2–Abfalls erforderlich ist.
- Da die Fläche unter der roten Kurve kleiner ist als die unter der grünen Kurve, führt r_{\hspace{-0.05cm}f} = 1 trotz dopplelt so breitem Spektrum zu einer kleineren Rauschleistung: K \approx 1.23. Für r_{\hspace{-0.05cm}f} \approx 0.8 ergibt sich noch ein geringfügig besserer Wert. Hierfür erreicht man den bestmöglichen Kompromiss zwischen Bandbreite und Überhöhung.
- Der normierte Detektionsrauscheffektivwert lautet somit für den Rolloff–Faktor r_{ \hspace {-0.05cm}f}: \sigma_{\rm norm} =\sqrt{K(r_f)/(2 \cdot E_{\rm B}/ N_0)}.
- Auch hier stimmt die ungünstigste Fehlerwahrscheinlichkeit p_{\rm U} = {\rm Q}\left[ö_{\rm norm}/\sigma_{\rm norm} \right ] exakt mit der mittleren Fehlerwahrscheinlichkeit p_{\rm M} überein.
\text{Unterschiede bei den Mehrstufensystemen}
Alle Anmerkungen im Abschnitt 2.2 gelten in gleicher Weise für das „Nyquist–System mit Cosinus-Rolloff-Gesamtfrequenzgang”.
Impulsinterferenzbehaftetes System mit Gauß-Empfangsfilter
Wir gehen vom rechts skizzierten Blockschaltbild aus. Weiter soll gelten:
- Rechteckförmiger NRZ–Sendegrundimpuls g_s(t) mit der Höhe s_0 und der Dauer T:
- H_{\rm S}(f) = {\rm si}(\pi f T).
- Gaußförmiges Empfangsfilter mit der Grenzfrequenz f_{\rm G}:
- H_{\rm E}(f) = H_{\rm G}(f) = {\rm e}^{- \pi \hspace{0.05cm}\cdot \hspace{0.03cm} f^2/(2\hspace{0.05cm}\cdot \hspace{0.03cm}f_{\rm G})^2 } \hspace{0.2cm} \bullet\!\!-\!\!\!-\!\!\!-\!\!\circ \hspace{0.2cm}h_{\rm E}(t) = h_{\rm G}(t) = {\rm e}^{- \pi \cdot (2\hspace{0.05cm}\cdot \hspace{0.03cm} f_{\rm G}\hspace{0.05cm}\cdot \hspace{0.02cm} t)^2} \hspace{0.05cm}.
Aufgrund der hier getroffenen Voraussetzungen gilt für den Detektionsgrundimpuls:
- g_d(t) = s_0 \cdot T \cdot \big [h_{\rm S}(t) \star h_{\rm G}(t)\big ] = 2 f_{\rm G} \cdot s_0 \cdot \int_{t-T/2}^{t+T/2} {\rm e}^{- \pi \hspace{0.05cm}\cdot\hspace{0.05cm} (2 \hspace{0.05cm}\cdot\hspace{0.02cm} f_{\rm G}\hspace{0.05cm}\cdot\hspace{0.02cm} \tau )^2} \,{\rm d} \tau \hspace{0.05cm}.
Die Integration führt zum Ergebnis:
- g_d(t) = s_0 \cdot \big [ {\rm Q} \left ( 2 \cdot \sqrt {2 \pi} \cdot f_{\rm G}\cdot ( t - {T}/{2})\right )- {\rm Q} \left ( 2 \cdot \sqrt {2 \pi} \cdot f_{\rm G}\cdot ( t + {T}/{2} )\right ) \big ],
unter Verwendung der komplementären Gaußschen Fehlerfunktion
- {\rm Q} (x) = \frac{\rm 1}{\sqrt{\rm 2\pi}}\int_{\it x}^{+\infty}\rm e^{\it -u^{\rm 2}/\rm 2}\,d {\it u} \hspace{0.05cm}.
Das Modul Komplementäre Gaußsche Fehlerfunktionen liefert die Zahlenwerte von {\rm Q} (x).
- Dieser Detektionsgrundimpuls bewirkt Impulsinterferenzen.
- Darunter versteht man, dass die Symbolentscheidung durch die Ausläufer benachbarter Impulse beeinflusst wird. Während bei impulsinterferenzfreien Übertragungssystemen jedes Symbol mit gleicher Wahrscheinlichkeit – nämlich der mittleren Fehlerwahrscheinlichkeit p_{\rm M} – verfälscht wird, gibt es günstige Symbolkombinationen mit der Verfälschungswahrscheinlichkeit {\rm Pr}(v_{\nu} \ne q_{\nu}) < p_{\rm M}.
- Andere Symbolkombinationen erhöhen dagegen die Verfälschungswahrscheinlichkeit erheblich.
Die Impulsinterferenzen lassen sich durch das sogenannte Augendiagramm sehr einfach erfassen und analysieren. Diese stehen im Mittelpunkt dieses Applets. Alle wichtigen Informationen finden Sie hier.
- Das Augendiagramm entsteht, wenn man alle Abschnitte des Detektionsnutzsignals d_{\rm S}(t) der Länge 2T übereinander zeichnet. Die Entstehung können Sie sich im Programm mit „Einzelschritt” verdeutlichen.
- Ein Maß für die Stärke der Impulsinterferenzen ist die vertikale Augenöffnung. Für den symmetrischen Binärfall gilt mit g_\nu = g_d(\pm \nu \cdot T) und geeigneter Normierung:
- ö_{\rm norm} = g_0 -2 \cdot (|g_1| + |g_2| + \text{...}).
- Mit größerer Grenzfrequenz stören sich die Impulse weniger und ö_{\rm norm} nimmt kontinuierlich zu. Gleichzeitig wird bei größerem f_{\rm G}/R_{\rm B} auch der (normierte) Detektionsrauscheffektivwert größer:
- \sigma_{\rm norm} = \sqrt{\frac{f_{\rm G}/R_{\rm B}}{\sqrt{2} \cdot E_{\rm B}/N_{\rm 0}}}.
- Die ungünstigste Fehlerwahrscheinlichkeit p_{\rm U} = {\rm Q}\left[ö_{\rm norm}/\sigma_{\rm norm} \right ] ⇒ „Worst Case” liegt meist deutlich über der mittleren Fehlerwahrscheinlichkeit p_{\rm M}.
\text{Unterschiede beim redundanzfreien Quaternärsystem}
- Für M=4 ergeben sich andere Grundimpulswerte.
Beispiel: Mit M=4, \ f_{\rm G}/R_{\rm B}=0.4 sind Grundimpulswerte g_0 = 0.955, \ g_1 = 0.022 identisch mit M=2, \ f_{\rm G}/R_{\rm B}=0.8. - Es gibt nun drei Augenöffnungen und eben so viele Schwellen. Die Gleichung für die normierte Augenöffnung lautet nun: ö_{\rm norm} = g_0/3 -2 \cdot (|g_1| + |g_2| + \text{...}).
- Der normierte Detektionsrauscheffektivwert \sigma_{\rm norm} ist beim Quaternärsystem wieder um den Faktor \sqrt{5/9} \approx 0.745 kleiner als beim Binärsystem.
Pseudoternärcodes
Bei der symbolweisen Codierung wird mit jedem ankommenden Quellensymbol q_\nu ein Codesymbol c_\nu erzeugt, das außer vom aktuellen Eingangssymbol q_\nu auch von den N_{\rm C} vorangegangenen Symbolen q_{\nu-1}, ... , q_{\nu-N_{\rm C}} abhängt. N_{\rm C} bezeichnet man als die Ordnung des Codes. Typisch für eine symbolweise Codierung ist, dass
- die Symboldauer T des Codersignals (und des Sendesignals) mit der Bitdauer T_{\rm B} des binären Quellensignals übereinstimmt, und
- Codierung und Decodierung nicht zu größeren Zeitverzögerungen führen, die bei Verwendung von Blockcodes unvermeidbar sind.
Besondere Bedeutung besitzen Pseudoternärcodes ⇒ Stufenzahl M = 3, die durch das Blockschaltbild entsprechend der linken Grafik beschreibbar sind. In der rechten Grafik ist ein Ersatzschaltbild angegeben, das für eine Analyse dieser Codes sehr gut geeignet ist. Genaueres hierzu finden Sie im \rm LNTwww–Theorieteil. Fazit:
- Umcodierung von binär (M_q = 2) auf ternär (M = M_c = 3):
- q_\nu \in \{-1, +1\},\hspace{0.5cm} c_\nu \in \{-1, \ 0, +1\}\hspace{0.05cm}.
- Die relative Coderedundanz ist für alle Pseudoternärcodes gleich:
- r_c = 1 -1/\log_2\hspace{0.05cm}(3) \approx 36.9 \%\hspace{0.05cm}.
Anhand des Codeparameters K_{\rm C} werden verschiedene Pseudoternärcodes erster Ordnung (N_{\rm C} = 1) charakterisiert.
\Rightarrow \ \ K_{\rm C} = 1\text{: AMI–Code} (von: Alternate Mark Inversion)
Die Grafik zeigt oben das binäre Quellensignal q(t). Darunter sind dargestellt:
- das ebenfalls binäre Signal b(t) nach dem Vorcodierer, und
- das Codersignal c(t) = s(t) des AMI–Codes.
Man erkennt das einfache AMI–Codierprinzip:
- Jeder Binärwert „–1” von q(t) ⇒ Symbol \rm L wird durch den ternären Amplitudenkoeffizienten a_\nu = 0 codiert.
- Der Binärwert „+1” von q(t) ⇒ Symbol \rm H wird alternierend mit a_\nu = +1 und a_\nu = -1 dargestellt.
Damit wird sichergestellt, dass im AMI–codierten Signal keine langen „+1”– bzw. „–1”–Sequenzen enthalten sind, was bei einem gleichsignalfreien Kanal problematisch wäre.
Links ist das Augendiagramm dargestellt.
- Es gibt zwei Augenöffnungen und zwei Schwellen.
- Die normierte Augenöffnung ist ö_{\rm norm}= 1/2 \cdot (g_0 -3 \cdot g_1), wobei g_0 = g_d(t=0) den Hauptwert des Detektionsgrundimpulses bezeichnet und g_1 = g_d(t=\pm T) die relevanten Vor- und Nachläufer, die das Auge vertikal begrenzen.
- Die normierte Augenöffnung ist somit deutlich kleiner als beim vergleichbaren Binäsystem ⇒ ö_{\rm norm}= g_0 -2 \cdot g_1.
- Der normierte Rauscheffektivwert \sigma_{\rm norm} ist um den Faktor \sqrt{1/2} \approx 0.707 kleiner als beim vergleichbaren Binäsystem.
\Rightarrow \ \ K_{\rm C} = -1\text{: Duobinärcode}
Aus der rechten Grafik mit den Signalverläufen erkennt man:
- Hier können beliebig viele Symbole gleicher Polarität („+1” bzw. „–1”) direkt aufeinanderfolgen ⇒ der Duobinärcode ist nicht gleichsignalfrei.
- Dagegen tritt beim Duobinärcode die alternierende Folge „ ... , +1, –1, +1, –1, +1, ... ” nicht auf, die hinsichtlich Impulsinterferenzen besonders störend ist.
- Auch die Duobinärcode–Folge besteht zu 50% aus Nullen. Der Verbesserungsfaktor durch das kleinere E_{\rm B}/ N_0 ist wie beim AMI-Code gleich \sqrt{1/2} \approx 0.707.
Links ist das Augendiagramm dargestellt.
- Es gibt wieder zwei „Augen” und zwei Schwellen.
- Die Augenöffnung ist ö_{\rm norm}= 1/2 \cdot (g_0 - g_1).
- ö_{\rm norm} ist also größer als beim AMI–Code und auch wie beim vergleichbaren Binäsystem.
- Nachteilig gegenüber dem AMI–Code ist allerdings, dass er nicht gleichsignalfrei ist.
Exercises
- First select the number (1,\ 2, \text{...}) of the exercise. The number 0 corresponds to a "Reset": Same setting as at program start.
- A task description is displayed. The parameter values are adjusted. Solution after pressing "Show solution".
(1) Explain the occurrence of the eye pattern for M=2 \text{, Gaussian low-pass, }f_{\rm G}/R_{\rm B} = 0.48. For this, select "step–by–step".
- The eye pattern is obtained by dividing the "useful" signal d_{\rm S}(t) (without noise) into pieces of duration 2T and drawing these pieces on top of each other.
- In d_{\rm S}(t) all "five bit combinations" must be contained ⇒ at least 2^5 = 32 pieces ⇒ at most 32 distinguishable lines.
- The eye pattern evaluates the transient response of the signal. The larger the (normalized) eye opening, the smaller are the intersymbol interferences.
(2) Same setting as in (1). In addition, 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 = 10 \ {\rm dB}. Evaluate the output characteristics ö_{\rm norm}, \sigma_{\rm norm}, and p_{\rm U}.
- ö_{\rm norm}= 0.542 indicates that symbol detection is affected by adjacent pulses. For binary systems without intersymbol interference: ö_{\rm norm}= 1.
- The eye opening indicates only the signal d_{\rm S}(t) without noise. The noise influence is captured by \sigma_{\rm norm}= 0.184 . This value should be as small as possible.
- The error probability p_{\rm U} = {\rm Q}(ö_{\rm norm}/\sigma_{\rm norm}\approx 0.16\%) refers solely to the "worst-case sequences", for Gaussian low–pass e.g. \text{...}\ , -1, -1, +1, -1, -1, \text{...}.
- Other sequences are less distorted ⇒ the mean error probability p_{\rm M} is (usually) significantly smaller than p_{\rm U} (describing the worst case).
(3) The last settings remain. With which f_{\rm G}/R_{\rm B} value does the worst case error probability p_{\rm U} become minimal? Consider also the eye pattern.
- The minimum value p_{\rm U, \ min} \approx 0.65 \cdot 10^{-4} is obtained for f_{\rm G}/R_{\rm B} \approx 0.8, and this is almost independent of the setting of 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0.
- The normalized noise rms value does increase compared to the experiment (2) from \sigma_{\rm norm}= 0.168 to \sigma_{\rm norm}= 0.238.
- However, this is more than compensated by the larger eye opening ö_{\rm norm}= 0.91 compared to ö_{\rm norm}= 0.542 (magnification factor \approx 1.68).
(4) Which cutoff frequencies (f_{\rm G}/R_{\rm B}) result in a completely inadequate error probability p_{\rm U} \approx 50\% ? Look at the eye pattern again ("Overall view").
- For f_{\rm G}/R_{\rm B}<0.28 we get a "closed eye" (ö_{\rm norm}= 0) and thus a worst case error probability on the order of 50\%.
- The decision on unfavorably framed bits must then be random, even with low noise (10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 = 16 \ {\rm dB}).
(5) Now select the settings M=2 \text{, Matched Filter receiver, }T_{\rm E}/T = 1, 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 = 10 \ {\rm dB} and "Overall view". Interpret the results.
- The basic detection impulse g_d(t) is triangular and the eye is "fully open". Consequently, the normalized eye opening is ö_{\rm norm}= 1.
- From 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 = 10 \ {\rm dB} it follows E_{\rm B}/N_0 = 10 ⇒ \sigma_{\rm norm} =\sqrt{1/(2\cdot E_{\rm B}/ N_0)} = \sqrt{0.05} \approx 0.224 ⇒ p_{\rm U} = {\rm Q}(4.47) \approx 3.9 \cdot 10^{-6}.
- This p_{\rm U} value is by a factor 15 better than in (3). But: For H_{\rm K}(f) \ne 1 this so–called "Matched Filter Receiver" is not applicable.
(6) Same settings as in (5). Now vary T_{\rm E}/T in the range between 0.5 and 1.5. Interpret the results.
- For T_{\rm E}/T < 1 , ö_{\rm norm}= 1 still holds. But \sigma_{\rm norm} becomes larger, for example \sigma_{\rm norm} = 0.316 for T_{\rm E}/T =0.5 ⇒ the filter is too broadband!
- T_{\rm E}/T > 1 results in a smaller \sigma_{\rm norm} compared to (5). But the "eye" is no longer open, e.g. T_{\rm E}/T =1.25: ö_{\rm norm}= g_0 - 2 \cdot g_1 = 0.6.
(7) Now select the settings M=2 \text{, CRO Nyquist system, }r_f = 0.2 and "Overall view". Interpret the eye pattern, also for other r_f values.
- Unlike (6) here the basic detection impulse is not zero for |t|>T, but g_d(t) has equidistant zero crossings: g_0 = 1, \ g_1 = g_2 = 0 ⇒ Nyquist system.
- All 32 eye lines pass through only two points at t=0. The vertical eye opening is maximum for all r_f ⇒ ö_{\rm norm}= 1.
- In contrast, the horizontal eye opening increases with r_f and is for r_f = 1 maximum equal to T ⇒ the phase jitter has no influence in this case.
(8) Same setting as in (7). Now vary r_f with respect to minimum error probability. Interpret the results.
- ö_{\rm norm}= 1 always holds. In contrast, \sigma_{\rm norm} shows a slight dependence on r_f. The minimum \sigma_{\rm norm}=0.236 results for r_f = 0.9 ⇒ p_{\rm U} \approx 1.1 \cdot 10^{-5}.
- Compared to the best possible case according to (5) ⇒ "Matched Filter Receiver" p_{\rm U} is three times larger, although \sigma_{\rm norm} is only larger by about 5\%.
- The larger \sigma_{\rm norm} value is due to the exaggeration of the noise PDS to compensate for the drop through the transmitter frequency response H_{\rm S}(f).
(9) Select the settings M=4 \text{, Matched Filter receiver, }T_{\rm E}/T = 1, 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 = 10 \ {\rm dB} and 12 \ {\rm dB}. Interpret the results.
- Now there are three eye openings. Compared to (5) ö_{\rm norm} is thus smaller by a factor of 3. \sigma_{\rm norm} on the other hand, only by a factor of \sqrt{5/9)} \approx 0.75.
- For 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 = 10 \ {\rm dB} the (worst–case) error probability is p_{\rm U} \approx 2.27\% and for 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 = 12 \ {\rm dB} approx. 0.59\%.
(10) For the remaining tasks, always 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 = 12 \ {\rm dB}. Consider the eye pattern ("overall view") for M=4 \text{, CRO Nyquist system, }r_f = 0.5.
- In the analyzed d_{\rm S}(t) region all "five symbol combinations" must be contained ⇒ minimum 4^5 = 1024 parts ⇒ maximum 1024 distinguishable lines.
- All 1024 eye lines pass through only four points at t=0 : ö_{\rm norm}= 0.333. \sigma_{\rm norm} = 0.143 is slightly larger than in (9) ⇒ p_{\rm U} \approx 1\%.
(11) Select the settings M=4 \text{, Gaussian low-pass, }f_{\rm G}/R_{\rm B} = 0.48 and vary f_{\rm G}/R_{\rm B}. Interpret the results.
- f_{\rm G}/R_{\rm B}=0.48 leads to the minimum error probability p_{\rm U} \approx 0.21\%. \text{Compromise between} ö_{\rm norm}= 0.312 and \sigma_{\rm norm}= 0.109.
- If the cutoff frequency is too small, intersymbol interference dominates. Example: f_{\rm G}/R_{\rm B}= 0.3: ö_{\rm norm}= 0.157; \sigma_{\rm norm}= 0.086 ⇒ p_{\rm U} \approx 3.5\%.
- If the cutoff frequency is too high, noise dominates. Example: f_{\rm G}/R_{\rm B}= 1.0: ö_{\rm norm}= 0.333; \sigma_{\rm norm}= 0.157 ⇒ p_{\rm U} \approx 1.7\%.
- From the comparison with (9) one can see: \text{With quaternary coding it is more convenient to allow intersymbol interference}.
(12) What differences does the eye pattern show for M=3 \text{ (AMI code), Gaussian low-pass, }f_{\rm G}/R_{\rm B} = 0.48 compared to the binary system (1)? Interpretation.
- The basic detection impulse g_d(t) is the same in both cases. The sample values are respectively g_0 = 0.771, \ g_1 = 0.114.
- With the AMI code, there are two eye openings with each ö_{\rm norm}= 1/2 \cdot (g_0 -3 \cdot g_1) = 0.214. With the binary code: ö_{\rm norm}= g_0 -2 \cdot g_1 = 0.543.
- The AMI sequence consists of 50\% zeros. The symbols +1 and -1 alternate ⇒ there is no long +1 sequence and no long -1 sequence.
- Therein lies the only advantage of the AMI code: This can also be applied to a channel with H_{\rm K}(f= 0)=0 ⇒ a DC signal is suppressed.
(13) Same setting as in (12). Select additionally 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 = 12 \ {\rm dB}. Analyze the worst-case error probability of the AMI code.
- Despite smaller \sigma_{\rm norm} = 0.103 the AMI code has higher error probability p_{\rm U} \approx 2\% than the binary code: \sigma_{\rm norm} = 0.146, \ p_{\rm U} \approx \cdot 10^{-4}.
- f_{\rm G}/R_{\rm B}<0.34 results in a closed eye (ö_{\rm norm}= 0) ⇒ p_{\rm U} =50\%. With binary coding: For f_{\rm G}/R_{\rm B}>0.34 the eye is open.
(14) What differences does the eye pattern show for M=3 \text{ (Duobinary code), Gaussian low-pass, }f_{\rm G}/R_{\rm B} = 0.30 compared to the binary system (1)?
- With redundancy-free binary code: ö_{\rm norm}= 0.096, \ \sigma_{\rm norm} = 0.116 \ p_{\rm U} \approx 20\% . With Duobinary code: ö_{\rm norm}= 0.167, \ \sigma_{\rm norm} = 0.082 \ p_{\rm U} \approx 2\% .
- In particular, with small f_{\rm G}/R_{\rm B} the Duobinary code gives good results, since the transitions from +1 to -1 (and vice versa) are absent in the eye pattern.
- Even with f_{\rm G}/R_{\rm B}=0.2 the eye is open. But in contrast to AMI the Duobinary code is not applicable with a DC-free channel ⇒ H_{\rm K}(f= 0)=0.
Applet Manual
(A) Auswahl: Codierung
(binär, quaternär, AMI–Code, Duobinärcode)
(B) Auswahl: Detektionsgrundimpuls
(nach Gauß–TP, CRO–Nyquist, nach Spalt–TP}
(C) Prametereingabe zu (B)
(Grenzfrequenz, Rolloff–Faktor, Rechteckdauer)
(D) Steuerung der Augendiagrammdarstellung
(Start, Pause/Weiter, Einzelschritt, Gesamt, Reset)
(E) Geschwindigkeit der Augendiagrammdarstellung
(F) Darstellung: Detektionsgrundimpuls g_d(t)
(G) Darstellung: Detektionsnutzsignal d_{\rm S}(t - \nu \cdot T)
(H) Darstellung: Augendiagramm im Bereich \pm T
( I ) Numerikausgabe: ö_{\rm norm} (normierte Augenöffnung)
(J) Prametereingabe 10 \cdot \lg \ E_{\rm B}/N_0 für (K)
(K) Numerikausgabe: \sigma_{\rm norm} (normierter Rauscheffektivwert)
(L) Numerikausgabe: p_{\rm U} (ungünstigste Fehlerwahrscheinlichkeit)
(M) Bereich für die Versuchsdurchführung: Aufgabenauswahl
(N) Bereich für die Versuchsdurchführung: Aufgabenstellung
(O) Bereich für die Versuchsdurchführung: Musterlösung einblenden
About the Authors
This interactive calculation tool was designed and implemented at the Institute for Communications Engineering at the Technical University of Munich.
- The first version was created in 2008 by Thomas Großer as part of his diploma thesis with “FlashMX – Actionscript” (Supervisor: Günter Söder).
- Last revision and English version 2020/2021 by Carolin Mirschina in the context of a working student activity. Translation using DEEPL.com.
The conversion of this applet to HTML 5 was financially supported by Studienzuschüsse ("study grants") of the TUM Faculty EI. We thank.