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Exercise 4.1Z: Other Basis Functions

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Revision as of 10:52, 4 November 2017 by Hussain (talk | contribs)

Energiebegrenzte Signale

Diese Aufgabe verfolgt das genau gleiche Ziel wie die Aufgabe A4.1. Für M=4 energiebegrenzte Signale si(t) mit i=1, ... ,4 sollen die N erforderlichen orthonormalen Basisfunktionen φj(t) gefunden werden, die folgende Bedingung erfüllen müssen.

<φj(t),φk(t)> = +φj(t)φk(t)dt= = δjk={10j=kjk.

Mit M Sendesignale si(t) können bereits weniger Basisfunktionen φj(t) ausreichen, nämlich N. Allgemein gilt also NM.

Es handelt sich hier um die genau gleichen energiebegrenzten Signale si(t) wie in der Aufgabe A4.1. Der Unterschied ist die unterschiedliche Reihenfolge der Signale si(t). Diese sind in dieser Aufgabe so sortiert, dass die Basisfunktionen auch ohne Anwendung des umständlicheren Gram–Schmidt–Verfahrens gefunden werden können.

Hinweise:

A=1W,T=1μs.


Fragebogen

1

In Aufgabe A4.1 hat das Gram–Schmidt–Verfahren zu N=3 Basisfunktionen geführt. Wieviele Basisfunktionen benötigt man hier?

N =

2

Geben Sie die 2–Norm aller Signale an:

||s1(t)|| =

\ 10^{\rm –3} \ \rm (Ws)^{\rm 0.5}
||s_2(t)|| =

\ 10^{\rm –3} \ \rm (Ws)^{\rm 0.5}
||s_3(t)|| =

\ 10^{\rm –3} \ \rm (Ws)^{\rm 0.5}
||s_4(t)|| =

\ 10^{\rm –3} \ \rm (Ws)^{\rm 0.5}

3

Welche Aussagen gelten für die Basisfunktionen \varphi_1(t), \varphi_2(t) und \varphi_3(t)?

Die in A4.1 berechneten Basisfunktionen sind auch hier geeignet.
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten für \{\varphi_1(t), \varphi_2(t), \varphi_3(t)\}.
Ein möglicher Satz lautet \{\varphi_{\it j}(t)\} = \{s_{\it j}(t)\}, mit j = 1, 2, 3.
Ein möglicher Satz lautet \{\varphi_{\it j}(t)\} = \{s_{\it j}(t)/K\}, mit j = 1, 2, 3.

4

Wie lauten die Koeffizienten des Signals s_4(t), bezogen auf die Basisfunktionen \{\varphi_{\it j}(t)\} = \{s_{\it j}(t)/K\}, mit j = 1, 2, 3?

s_{\rm 41} =

\ 10^{\rm –3} \ \rm (Ws)^{\rm 0.5}
s_{\rm 42} =

\ 10^{\rm –3} \ \rm (Ws)^{\rm 0.5}
s_{\rm 43} =

\ 10^0 \ \rm (Ws)^{\rm 0.5}


Musterlösung

(1)  Der einzige Unterschied zur Aufgabe A4.1 ist die unterschiedliche Nummerierung der Signale s_i(t). Damit ist offensichtlich, dass auch hier \underline {N = 3} gelten muss.


(2)  Die 2–Norm gibt die Wurzel aus der Signalenergie an und ist vergleichbar mit dem Effektivwert bei leistungsbegrenzten Signalen. Die ersten drei Signale haben alle die 2–Norm

||s_1(t)|| = ||s_2(t)|| = ||s_3(t)|| = \sqrt{A^2 \cdot T}\hspace{0.1cm}\hspace{0.15cm}\underline { = 10^{-3}\sqrt{\rm Ws}} \hspace{0.05cm}.

Die Norm des letzten Signals ist um den Faktor „Wurzel aus 2” größer:

||s_4(t)|| \hspace{0.1cm}\hspace{0.15cm}\underline { = 1.414 \cdot 10^{-3}\sqrt{\rm Ws}} \hspace{0.05cm}.


(3)  Die erste und die letzte Aussage sind zutreffend im Gegensatz zu den Aussagen 2 und 3:

  • Es wäre völlig unlogisch, wenn die gefundenen Basisfunktionen bei anderer Sortierung der Signale s_i(t) nicht mehr gelten sollten.
  • Das Gram–Schmidt–Verfahren liefert nur einen möglichen Basisfunktionssatz \{\varphi_{\it j}(t)\}. Bei anderer Sortierung ergibt sich (möglicherweise) ein anderer. Die Anzahl der Permutationen von M = 4 Signalen ist 4! = 24. Mehr Basisfunktionssätze kann es auf keinen Fall geben. Daraus folgt: der Lösungsvorschlag 2 ist falsch.
  • Wahrscheinlich gibt es (wegen N = 3) aber nur 3! = 6 mögliche Basisfunktionssätze. Wie aus der Musterlösung zur Aufgabe A4.1 ersichtlich ist, werden sich mit der Reihenfolge s_1(t), s_2(t), s_4(t), s_3(t) die gleichen Basisfunktionen ergeben wie mit s_1(t), s_2(t), s_3(t), s_4(t). Dies ist aber nur eine Vermutung der Autoren; wir haben es nicht überprüft.
  • Die Aussage 3 kann allein schon wegen den unterschiedlichen Einheiten von s_i(t) und \varphi_{\it j}(t) nicht stimmen. Die Signale weisen wie A die Einheit „Wurzel aus Watt” auf, die Basisfunktionen die Einheit „1 durch Wurzel aus Sekunde”.
  • Richtig ist somit die letzte Lösungsalternative, wobei für K gilt:
K = ||s_1(t)|| = ||s_2(t)|| = ||s_3(t)|| = 10^{-3}\sqrt{\rm Ws} \hspace{0.05cm}.


(4) 


(5)