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Exercise 3.13: Path Weighting Function again

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Zur Reduktion des Zustandsübergangsdiagramms

Auf der Seite  Regeln zur Manipulation des Zustandsübergangsdiagramms  wurde für das Beispiel unseres Rate–1/2–Standardcodes mit Gedächtnis  m=2  und der Übertragungsfunktionsmatrix

{\boldsymbol{\rm G}}(D) = \big ( 1 + D + D^2\hspace{0.05cm},\hspace{0.1cm} 1 + D^2 \hspace{0.05cm}\big )

die Berechnung der Pfadgewichtsfunktionen sehr ausführlich beschrieben. Als Ergebnisse wurden genannt:

T_{\rm enh}(X, U) \hspace{-0.2cm} \ = \ \hspace{-0.2cm} \frac{U\hspace{-0.05cm} X^5}{1- 2U\hspace{-0.05cm}X} =U\hspace{-0.05cm}X^5 \cdot \big [ 1 + (2U\hspace{-0.08cm}X) + (2U\hspace{-0.08cm}X)^2 + \text{...} \hspace{0.05cm} \big ] \hspace{0.01cm},
T(X) \hspace{-0.2cm} \ = \ \hspace{-0.2cm} \frac{X^5}{1- 2X} = X^5 \cdot \big [ 1 + (2X) + (2X)^2 + \text{...} \hspace{0.05cm} \big ] \hspace{0.05cm}.

Nun sollen die gleichen Berechnungen für den  äquivalenten systematischen Code  mit der Übertragungsfunktionsmatrix

{\boldsymbol{\rm G}}(D) = \big ( 1 \hspace{0.05cm},\hspace{0.1cm} (1 + D^2)/(1 + D + D^2) \hspace{0.05cm}\big )

durchgeführt werden.

  • Die Grafik zeigt das Zustandsübergangsdiagramm  \rm (A)  und die Struktur des reduzierten Diagramms  \rm (B), wobei die Übergänge mit  A(X, \, U), \ \text{...}\ , \ G(X, \, U)  allgemein bezeichnet sind.
  • In der Teilaufgabe (1) sollen diese Abkürzungen an das Zustandsübergangsdiagramm  \rm (A)  angepasst werden.





Hinweise:


Fragebogen

1

Für welche Ausdrücke stehen die nachfolgenden Abkürzungen?

A(X, \, U) = UX^2,
B(X, \, U) = UX,
C(X, \, U) = X,
D(X, \, U) = UX,
E(X, \, U) = X,
F(X, \, U) = 1,
G(X, \, U) = UX^2.

2

Welche Ausdrücke gelten für die erweiterte Pfadgewichtsfunktion?

T_{\rm enh}(X, \, U) = UX^5 \ / \ (1 \, –2UX).
T_{\rm enh}(X, \, U) = UX^5 + 2 U^2X^6 + 4U^3X^7 + 8U^4X^8 + \ \text{...},
Keiner der Vorschläge ist richtig.

3

Welche Ausdrücke gelten für die „einfache” Pfadgewichtsfunktion?

T(X) = X^5 \ / \ (1 \, –2X).
T(X) = X^5 + 2X^6 + 4X^7 + 8X^8 + \ \text{...}
Keiner der Vorschläge ist richtig.


Musterlösung

(1)  Alle Lösungsvorschläge sind richtig. Im angepassten Diagramm  \rm (B)  sind alle Übergänge eingezeichnet:

Zur Reduktion des Zustandsübergangsdiagramms
  • Der Übergang von S_0 nach S_1 ist durch „1 \ | \ 11” gekennzeichnet.
  • Die Ausgangssequenz \underline{x}_i = (11) wird durch X^2 ausgedrückt, das Eingangsbit u_i = 1 durch U.
  • Das gleiche Ergebnis erhält man für G(X, \, U):
A(X, U) = G(X, U)= UX^2 \hspace{0.05cm}.
  • Die Ausgangssequenzen \underline{x}_i = (01) sowie \underline{x}_i = (10) werden beide mit X markiert.
  • Unter Berücksichtigung der Eingangsbits erhält man somit:
u_i = 1\hspace{-0.1cm}:\hspace{0.15cm} B(X, U) = D(X, U)= UX\hspace{0.05cm},
u_i = 0\hspace{-0.1cm}:\hspace{0.15cm} C(X, U) = E(X, U)= X \hspace{0.05cm}.
  • Der Übergang „0 \ | \ 00” von S_2 nach S_1 wird durch F(X, \, U) = 1 ausgedrückt.


(2)  Entsprechend der Vorgehensweise auf der Seite Regeln zur Manipulation des Zustandsübergangsdiagramms im Theorieteil wird zunächst der Übergang von S_1 nach S_2 via S_3 durch einen Ring zusammengefasst.

  • Man erhält für die rote Hinterlegung im Diagramm  \rm (B):
T_1(X, U) = \frac{A(X, U) \cdot B(X, U)}{1- C(X, U)} = \frac{X \cdot X}{1- U \cdot X} \hspace{0.05cm}.
  • Die beiden parallelen Übergänge entsprechend der blauen Hinterlegung im Diagramm  \rm (C)  können wie folgt kombiniert werden:
T_2(X, U) \hspace{-0.15cm} \ = \ \hspace{-0.15cm} T_1(X, U) + B(X, U) =\frac{X^2}{1- U X}+ U X = \frac{X^2 + U- U^2X^2}{1- U X} \hspace{0.05cm}.
  • Die erweiterte Pfadgewichtsfunktion ergibt sich entsprechend Diagramm  \rm (D)  als Rückkopplung:
T_{\rm enh}(X, U) = \frac{A(X, U) \cdot G(X, U)\cdot T_2(X, U)}{1- F(X, U) \cdot T_2(X, U)} = \frac{UX^2 \cdot UX^2\cdot \frac{X^2 + UX- U^2X^2}{1- U X}}{1- 1 \cdot \frac{X^2 + UX- U^2X^2}{1- U X}}\hspace{0.05cm}.

Dem Autor ist es auch nach mehreren Versuchen nicht gelungen, diesen Ausdruck zielführend weiter zu vereinfachen. Er tendiert zum Lösungsvorschlag 3 mit dem Zusatz „ohne Gewähr”.

  • Dieses Ergebnis würde jedoch bedeuten, dass sich die erweiterte Pfadgewichtsfunktion des äquivalenten systematischen Codes von der des nichtsystematischen Codes unterscheidet.
  • Wir werden diese Frage noch mit einem Fachmann klären.


(3)  Richtig sind die Lösungsvorschläge 1 und 2:

  • Setzt man in der erweiterten Funktion T_{\rm enh}(X, \, U) den Formalparameter U = 1, so erhält man den Lösungsvorschlag 1:
T(X) = \frac{X^4 \cdot \frac{X^2 + X- X^2}{1- X}}{1- \frac{X^2 + X- X^2}{1- X}}= \frac{X^5 }{1- X - X} = \frac{X^5 }{1- 2X} \hspace{0.05cm}.
  • Mit der Reihenentwicklung 1/(1 \, –x) = 1 + x + x^2 + \ \text{...}\ kommt man zum Lösungsvorschlag 2.
  • Das heißt: Die einfache Pfadgewichtsfunktion T(X) stimmt bei beiden Codes überein.