Pulses and Spectra

From LNTwww
Revision as of 15:01, 18 August 2020 by Tasnad (talk | contribs)

Open Applet in a new tab       German Version

Applet Description


Dargestellt werden impulsförmige symmetrische Zeitsignale   ⇒   „Impulse”  x(t)  und die dazugehörigen Spektralfunktionen  X(f), nämlich

  • Gaussian impulse, 
  • rectangular impulse,  
  • triangular impulse, 
  • trapezoidal impulse, 
  • cosine-rolloff impulse.


Weiter ist zu beachten:

  • Die Funktionen  x(t)  bzw.  X(f)  werden für bis zu zwei Parametersätzen in jeweils einem Diagramm dargestellt.
  • Die roten Kurven und Zahlenangaben gelten für den linken Parametersatz, die blauen für den rechten Parametersatz.
  • Die Abszissen  t  (Zeit) und  f  (Frequenz) sowie die Ordinaten  x(t)  (Signalwerte) bzw.  X(f)  (Spektralwerte) sind jeweils normiert.


Theoretical background


Relationship x(t)X(f)

  • Der Zusammenhang zwischen der Zeitfunktion  x(t)  und dem Spektrum  X(f)  ist durch das  erste Fourierintegral  gegeben:
X(f)=FT[x(t)]=+x(t)ej2πftdtFT: Fouriertransformation.
  • Um aus der Spektralfunktion  X(f)  die Zeitfunktion  x(t)  berechnen zu können, benötigt man das  zweite Fourierintegral:
x(t)=IFT[X(f)]=+X(f)e+j2πftdfIFT:Inverse Fouriertransformation.
  • In allen Beispielen verwenden wir reelle und gerade Funktionen.  Somit gilt:
x(t)=+X(f)cos(2πft)df     X(f)=+x(t)cos(2πft)dt.
  • x(t)  und  X(f)  haben unterschiedliche Einheiten, beispielsweise  x(t)  in  VX(f)  in  V/Hz.
  • Der Zusammenhang zwischen diesem Modul und dem ähnlich aufgebauten Applet  Frequenzgang & Impulsantwort  basiert auf dem  Vertauschungssatz.
  • Alle Zeiten sind auf eine Zeit  T  normiert und alle Frequenzen auf  1/T   ⇒   die Spektralwerte  X(f)  müssen noch mit der Normierungszeit  T  multipliziert werden.


Beispiel:   Stellt man einen Rechteckimpuls mit Amplitude  A1=1  und äquivalenter Impulsdauer  Δt1=1  ein, so ist  x1(t)  im Bereich  0.5<t<+0.5  gleich Eins und außerhalb dieses Bereichs gleich Null.  Die Spektralfunktion  X1(f)  verläuft  si–förmig mit  X1(f=0)=1  und der ersten Nullstelle bei  f=1.

  • Soll mit dieser Einstellung ein Rechteckimpuls mit  A=K=3 V  und  Δt=T=2 ms  nachgebildet werden, dann sind alle Signalwerte mit  K=3 V  und alle Spektralwerte mit  KT=0.006 V/Hz  zu multiplizieren.
  • Der maximale Spektralwert ist dann  X(f=0)=0.006 V/Hz  und die erste Nullstelle liegt bei  f=1/T=0.5 kHz.


Gaussian Impulse

  • Die Zeitfunktion des Gaußimpulses mit der Höhe  K  und der (äquivalenten) Dauer  Δt  lautet:
x(t)=Keπ(t/Δt)2.
  • Die äquivalente Zeitdauer  Δt  ergibt sich aus dem flächengleichen Rechteck.
  • Der Wert bei  t=Δt/2  ist um den Faktor  0.456  kleiner als der Wert bei  t=0.
  • Für die Spektralfunktion erhält man gemäß der Fouriertransformation:
X(f)=KΔteπ(fΔt)2.
  • Je kleiner die äquivalente Zeitdauer  Δt  ist, um so breiter und niedriger ist das Spektrum   ⇒   Reziprozitätsgesetz von Bandbreite und Impulsdauer.
  • Sowohl  x(t)  als auch  X(f)  sind zu keinem  f–  bzw.  t–Wert exakt gleich Null.
  • Für praktische Anwendungen kann der Gaußimpuls jedoch in Zeit und Frequenz als begrenzt angenommen werden.  Zum Beispiel ist  x(t)  bereits bei  t=1.5Δt  auf weniger als  0.1%  des Maximums abgefallen.


Rectangular Impulse

  • Die Zeitfunktion des Rechteckimpulses mit der Höhe  K  und der (äquivalenten) Dauer  Δt  lautet:
x(t)={KK/20f¨urf¨urf¨ur|t|<T/2,|t|=T/2,|t|>T/2.
  • Der  ±Δt/2–Wert liegt mittig zwischen links- und rechtsseitigem Grenzwert.
  • Für die Spektralfunktion erhält man entsprechend den Gesetzmäßigkeiten der Fouriertransformation (1. Fourierintegral):
X(f)=KΔtsi(πΔtf)mit si(x)=sin(x)x.
  • Der Spektralwert bei  f=0  ist gleich der Rechteckfläche der Zeitfunktion.
  • Die Spektralfunktion besitzt Nullstellen in äquidistanten Abständen  1/Δt.
  • Das Integral über der Spektralfunktion  X(f)  ist gleich dem Signalwert zum Zeitpunkt  t=0, also der Impulshöhe  K.


Triangular Impulse

  • Die Zeitfunktion des Dreieckimpulses mit der Höhe  K  und der (äquivalenten) Dauer  Δt  lautet:
x(t)={K(1|t|/Δt)0f¨urf¨ur|t|<Δt,|t|Δt.
  • Die absolute Zeitdauer ist  2Δt;  diese ist doppelt so groß als die des Rechtecks.
  • Für die Spektralfunktion erhält man gemäß der Fouriertransformation:
X(f)=KΔfsi2(πΔtf)mitsi(x)=sin(x)x.
  • Obige Zeitfunktion ist gleich der Faltung zweier Rechteckimpulse, jeweils mit Breite  Δt.
  • Daraus folgt:  X(f)  beinhaltet anstelle der  si-Funktion die  si2-Funktion.
  • X(f)  weist somit ebenfalls Nullstellen im äquidistanten Abständen  1/Δf  auf.
  • Der asymptotische Abfall von  X(f)  erfolgt hier mit  1/f2, während zum Vergleich der Rechteckimpuls mit  1/f  abfällt.


Trapezoidal Impulse

Die Zeitfunktion des Trapezimpulses mit der Höhe  K  und den Zeitparametern  t1  und  t2  lautet:

x(t)={KKt2|t|t2t10f¨urf¨urf¨ur|t|t1,t1|t|t2,|t|t2.
  • Für die äquivalente Impulsdauer (flächengleiches Rechteck) gilt:   Δt=t1+t2.
  • Der Rolloff-Faktor (im Zeitbereich) kennzeichnet die Flankensteilheit:
r=t2t1t2+t1.
  • Der Sonderfall  r=0  entspricht dem Rechteckimpuls und der Sonderfall  r=1  dem Dreieckimpuls.
  • Für die Spektralfunktion erhält man gemäß der Fouriertransformation:
X(f)=KΔtsi(πΔtf)si(πrΔtf)mitsi(x)=sin(x)x.
  • Der asymptotische Abfall von  X(f)  liegt zwischen  1/f  (für Rechteck,  r=0)  und  1/f2  (für Dreieck,  r=1).


Cosine-rolloff Impulse

Die Zeitfunktion des Cosinus-Rolloff-Impulses mit der Höhe  K  und den Zeitparametern  t1  und  t2  lautet:

x(t)={KKcos2(|t|t1t2t1π/2)0f¨urf¨urf¨ur|t|t1,t1|t|t2,|t|t2.
  • Für die äquivalente Impulsdauer (flächengleiches Rechteck) gilt:   Δt=t1+t2.
  • Der Rolloff-Faktor (im Zeitbereich) kennzeichnet die Flankensteilheit:
r=t2t1t2+t1.
  • Der Sonderfall  r=0  entspricht dem Rechteckimpuls und der Sonderfall  r=1  dem Cosinus-Quadrat-Impuls.
  • Für die Spektralfunktion erhält man gemäß der Fouriertransformation:
X(f)=KΔtcos(πrΔtf)1(2rΔtf)2si(πΔtf).
  • Je größer der Rolloff-Faktor  r  ist, desto schneller nimmt  X(f)  asymptotisch mit  f  ab.


Cosinus-square Impulse

  • Dies ist ein Sonderfall des Cosinus-Rolloff-Impulses und ergibt sich für  r=1t1=0, t2=Δt:
x(t)={Kcos2(|t|π2Δt)0f¨urf¨ur|t|<Δt,|t|Δt.
  • Für die Spektralfunktion erhält man gemäß der Fouriertransformation:
X(f)=KΔfπ4[si(π(Δtf+0.5))+si(π(Δtf0.5))]si(πΔtf).
  • Wegen der letzten  si-Funktion ist  X(f)=0  für alle Vielfachen von  F=1/Δt.  Die äquidistanten Nulldurchgänge des Cos-Rolloff-Impulses bleiben erhalten.
  • Aufgrund des Klammerausdrucks weist  X(f)  nun weitere Nulldurchgänge bei  f=±1.5F±2.5F±3.5F, ... auf.
  • Für die Frequenz  f=±F/2  erhält man die Spektralwerte  KΔt/2.
  • Der asymptotische Abfall von  X(f)  verläuft in diesem Sonderfall mit  1/f3.

Exercises


Aufgaben 2D-Gauss.png
  • First select the number  (1,...,7)  of the exercise.
  • A task description is displayed.  The parameter values ​​are adjusted.
  • Solution after pressing "Show solution".
  • The number  0  corresponds to a "Reset":  Same setting as at program start.
  • "Red" refers to the first parameter set ⇒ x1(t) X1(f).
  • "Blue" refers to the second parameter set ⇒ x2(t) X2(f).
  • Values with magnitude less than  0.0005  are output in the program as "zero".


(1)   Compare the  red Gaussian impulse  (A1=1,Δt1=1)  with the  blue rectangular impulse  (A2=1,Δt2=1) ⇒ default setting.
          What are the differences in the time and frequency domain?

  • The Gaussian impulse theoretically reaches infinity in the time– as well as in the frequency domain.
  • Practically  x1(t)  for  |t|>1.5  and  X1(f)  for  |f|>1.5  are almost zero.
  • The rectangle is strictly limited in time:  x2(|t|>0.5)0X2(f)  has shares in a much larger range than  X1(f).
  • It holds  X1(f=0)=X2(f=0)  since the integral over the Gaussian impulse  x1(t)  is equal to the integral over the rectangular impulse  x2(t).


(2)   Compare the  red Gaussian impulse  (A1=1,Δt1=1) with the  blue rectangular impulse  (A2=1,Δt2).
          Vary the equivalent impulse duration  Δt2  between  0.5  and  2.  Interpret the displayed graphs.

  • One can recognize the reciprocity law of bandwidth and impulse duration.  The greater  Δt2, the higher and narrower the spectral function  X2(f).
  • For each setting of  Δt2x1(t=0)  and  x2(t=0)  are equal   ⇒   Also, the integrals over  X1(f)  and  X2(f)  are identical.


(3)   Compare the  red Gaussian impulse  (A1=1,Δt1=1) with the  blue rectangular impulse  (A2=1,Δt2=0.5).
          Vary  Δt2  between  0.05  and  2.  Interpret the displayed graphs and extrapolate the result.

  • The blue spectrum is now twice as wide as the red one, but only half as high.  First zero of  X1(f)  at  f=1, of  X2(f)  at  f=2.
  • Reduction of  Δt2X2(f)  lower and wider.  Very flat course at  Δt2=0.05X2(f=0)=0.05X2(f=±3)=0.048.
  • If one choose  Δt2=ε0  (not possible in the program),  the result would be the almost constant, very small spectrum  X2(f)=Aε0.
  • Increasing the amplitude to  A=1/ε  results in the constant spectral function  X2(f)=1  of the Dirac function  δ(t).  That means:
  • δ(t)  is approximated by a rectangle  (width  Δt=ε0,  height  A=1/ε).  The weight of the Dirac function is one:  x(t)=1δ(t).


(4)   Compare the  rectangular impulse  (A1=1,Δt1=1)  with the  triangular impulse  (A2=1,Δt2=1).  Interpret the spectral functions.

  • The (normalized) spectrum of the rectangle  x1(t)  with the (normalized) parameters  A1=1,  Δt1=1  is:  X1(f)=si(πf).
  • The convolution of the rectangle  x1(t)  with itself gives the triangle  x2(t)=x1(t)x1(t).  By the convolution theorem:   X2(f)=X1(f)2.
  • By squaring the  si–shaped spectral function  X1(f)  the zeros of  X2(f)  remain unchanged.  But now it holds that: X2(f)0.


(5)   Compare the  trapezoidal impulse  (A1=1,Δt1=1,r1=0.5)  with the  triangular impulse (A2=1,Δt2=1).
         Vary  r1  between  0  and  1.  Interpret the spectral function  X1(f).

  • The trapezoidal impulse with roll–off factor  r1=0  is identical to the rectangular impulse.  The „normalized spectrum” is  X1(f)=si(πf).
  • The trapezoidal impulse with roll–off factor  r1=1  is identical to the triangular impulse.  The „normalized spectrum” is  X1(f)=si2(πf).
  • In both cases  X1(f)  has equidistant zeros at  ±1±2, ...  (none else);   0<r1<1:  depending on  r1  further zeros.


(6)   Compare this  trapezoidal impulse  with the cosine-rolloff impulse  (A2=1, Δt2=1.0, r2=0.5).
         Vary  r2  between  0  and  1.  Interpret the spectral function  X2(f)  for  r2=0.7.

  • With the same  r=0.5  the cosine-rolloff impulse  X2(f) is for  f>1  greater in amount than the trapezoidal impulse.
  • With the same rolloff factor  (r1=r2=0.5)  the drop of  X2(f)  around the frequency  f=0.5  is steeper than the drop of  X1(f).
  • With  r1=0.5  and  r2=0.7  x1(t)x2(t)  is valid and therefore also  X1(f)X2(f).  Comparable edge steepness.


(7)   Compare the  red trapezoidal impulse  (A1=1,Δt1=1, r1=1)  with the  blue cosine-rolloff impulse  (A2=1, Δt2=1.0, r2=1).
          Interpret the time function  x2(t)  and the spectral function  X2(f)  system theoretically.

  • x2(t)=cos2(|t|π/2)   for |t|1  is the  cosine-square impulse.  Zeros at  f=±1±2, ...
  • For the frequency  f=±0.5  one obtains the spectral values  X2(f)=0.5.  The asymptotic decline is shown here with  1/f3.


Applet Manual



Spektrum version1.png

    (A)     Bereich der graphischen Darstellung für  x(t)

    (B)     Bereich der graphischen Darstellung für  X(f)

    (C)     Variationsmöglichkeit für die graphischen Darstellungen

    (D)     Parametereingabe per Slider
                      links (rot):   „Pulse 1”,         rechts (blau):   „Pulse 2”

    (E)     Parameter entsprechend der Voreinstellung   ⇒   „Reset”

    (F)     Einstellung von  t  und  f  für Numerikausgabe

    (G)     Numerikausgabe von  x(t)  und  X(f)
                      links (rot): „Pulse 1”,         rechts (blau): „Pulse 2”



Details zum obigen Punkt (C)

    (*)   Zoom–Funktionen „+” (Vergrößern), „” (Verkleinern) und o (Zurücksetzen)

    (*)   Verschiebe–Funktionen „” (Bildausschnitt nach links, Ordinate nach rechts) sowie „” „” „


Andere Möglichkeiten:

  • Bei gedrückter Shifttaste und Scrollen kann im Koordinatensystem gezoomt werden.
  • Bei gedrückter Shifttaste und gedrückter linker Maustaste kann das Koordinatensystem verschoben werden.



About the authors


Dieses interaktive Berechnungstool wurde am Lehrstuhl für Nachrichtentechnik der Technischen Universität München konzipiert und realisiert.

  • Die erste Version wurde 2005 von Ji Li im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit „FlashMX–Actionscript” erstellt (Betreuer: Günter Söder und Klaus Eichin).
  • 2017 wurde „Impulse & Spektren” von David Jobst im Rahmen seiner Ingenieurspraxis (Betreuer: Tasnád Kernetzky) auf „HTML5” umgesetzt und neu gestaltet.
  • Letztmalige Überarbeitung 2020 durch  Carolin Mirschina  im Rahmen einer Werkstudententätigkeit.

Once again: Open Applet in new Tab

Open Applet in a new tab       German Version