Loading [MathJax]/jax/output/HTML-CSS/fonts/TeX/fontdata.js

Exercise 1.16: Block Error Probability Bounds for AWGN

From LNTwww
Revision as of 18:54, 30 July 2022 by Noah (talk | contribs)

Error function  Q(x)  and approximations

We assume the following constellation:

  • a linear block code with code rate  R=k/n  and distance spectrum  {Wi}, i=1, ... ,n,
  • an AWGN channel characterized by  EB/N0   ⇒   convertible to noise power  σ2,
  • a receiver based on soft decision as well as the maximum likelihood criterion.


Under the assumption valid for the entire exercise that always the null word  x_1=(0,0,...  ,0)  is sent, the  "pairwise error probability" with a different codeword  x_l(l=2, ... ,2k):

Pr[x_1x_l]=Q(wH(x_l)/σ2).

The derivation of this relation can be found in [Liv10]. Used in this equation are:


Damit lassen sich verschiedene Schranken für die Blockfehlerwahrscheinlichkeit angeben:

p1=2kl=2Pr[x_1x_l]=2kl=2Q(wH(x_l)/σ2),
p2=WdminQ(dmin/σ2),
p3=W(β)1,mitβ=e1/(2σ2).
In this case, replace the distance spectrum  {Wi}  with the weight enumerator function:
{Wi}W(X)=ni=0WiXi=W0+W1X+W2X2+...+WnXn.

In the transition from the Union Bound  p1  to the more imprecise bound  p3  among others the function  Q(x)  is replaced by the  Chernoff-Rubin bound  QCR(x) . Both functions are shown in the above graph (red and green curve, respectively).

In the  Exercise 1.16Z  the relationship between these functions is evaluated numerically and referenced to the bounds  Qo(x) and Qu(x)  which are also drawn in the above graph.



Hints:



Fragebogen

1

Welche Gleichung gilt für die Union Bound?

p1=2kl=2Wl·Q[(l/σ2)0.5],
p1=ni=1Wi·Q[(i/σ2)0.5].

2

Geben Sie die Union Bound für den  (8,4,4)–Code und verschiedene  σ  an.

σ=1.0:p1 = 

 %
σ=0.5:p1 = 

 %

3

Was liefert die Truncated Union Bound bei gleichen Randbedingungen?

σ=1.0:p2 = 

 %
σ=0.5:p2 = 

 %

4

Welche Aussage gilt immer (für alle Konstellationen)?

Die Blockfehlerwahrscheinlichkeit ist nie größer als  p1.
Die Blockfehlerwahrscheinlichkeit ist nie größer als  p2.

5

Wie kommt man von  p1  zur Bhattacharyya–Schranke  p3? Dadurch, dass man

die Fehlerfunktion  Q(x)  durch die Funktion  QCR(x)  ersetzt,
den Bhattacharyya–Parameter  β=1/σ  setzt,
statt  {Wi}  die Gewichtsfunktion  W(X)  verwendet.

6

Geben Sie die Bhattacharyya–Schranke für  σ=1  und  σ=0.5  an.

σ=1.0:p3 = 

 %
σ=0.5:p3 = 

 %


Musterlösung

(1)  Richtig ist die Antwort 2. Das Distanzspektrum {Wi} ist definiert für i=0, ... , n:

  • W1 gibt an, wie oft das Hamming–Gewicht wH(x_i)=1 auftritt.
  • Wn gibt an, wie oft das Hamming–Gewicht wH(x_i)=n auftritt.


Damit lautet die Union Bound:

p1=Pr(UnionBound)=ni=1WiQ(i/σ2).


(2)  Das Distanzspektrum des (8,4,4)–Codes wurde mit W0=1, W4=14, W8=1 angegeben. Somit erhält man für σ=1:

p1=W4Q(2)+W8Q(22)=142.28102+10.2310232.15%_,

bzw. für σ=0.5:

p1=14Q(4)+Q(42)=143.17105+1.11080.0444%_.


(3)  Mit der Minimaldistanz dmin=4 erhält man:

σ=1.0:p2 = W4Q(2)=31.92%_,
σ=0.5:p2 = W4Q(4)p1=0.0444%_.


(4)  Richtig ist der Lösungsvorschlag 1:

  • Die Union Bound – hier mit p1 bezeichnet – ist in jedem Fall eine obere Schranke für die Blockfehlerwahrscheinlichkeit.
  • Für die Schranke p2 (Truncated Union Bound) trifft das nicht immer zu.
  • Beispielsweise erhält man beim (7,4,3)–Hamming–Code   ⇒   W3=W4=7, W7=1 mit der Streuung σ=1:
p2 = 7Q(3)=74.181020.293,
p1 = p2+7Q(4)+1Q(7)0.455.

Die tatsächliche Blockfehlerwahrscheinlichkeit wird wahrscheinlich zwischen p2=29.3% und p1=45.5% liegen (wurde allerdings nicht nachgeprüft).
Das heißt:   p2 ist keine obere Schranke.


(5)  Richtig sind die Lösungsvorschläge 1 und 3, wie die folgende Rechnung für den (8,4,4)–Code zeigt:

  • Es gilt Q(x)QCR(x)=ex2/2. Damit kann für die Union Bound
p1=W4Q(4/σ2)+W8Q(8/σ2)
eine weitere obere Schranke angegeben werden:
p1W4e4/(2σ2)+W8e8/(2σ2).
  • Mit \beta = {\rm e}^{–1/(2\sigma^2)} kann hierfür auch geschrieben werden (das vorgegebene \beta = 1/\sigma ist also falsch):
p_1 \le W_4 \cdot \beta^4 + W_8 \cdot \beta^8 \hspace{0.05cm}.
  • Die Gewichtsfunktion des (8, 4, 4)–Codes lautet:
W(X) = 1 + W_4 \cdot X^4 + W_8 \cdot X^8 \hspace{0.3cm} \Rightarrow \hspace{0.3cm} W(\beta) - 1 = W_4 \cdot \beta^4 + W_8 \cdot \beta^8\hspace{0.3cm} \Rightarrow \hspace{0.3cm} p_3 = W(\beta) - 1 \ge p_1\hspace{0.05cm}.


(6)  Mit \sigma = 1 lautet der Bhattacharyya–Parameter \beta = {\rm e}^{–0.5} = 0.6065 und man erhält damit für die Bhattacharyya–Schranke:

p_3 = 14 \cdot \beta^4 + \beta^8 = 14 \cdot 0.135 + 0.018= 1.913 \hspace{0.15cm}\underline{= 191.3%}\hspace{0.05cm}.
  • Berücksichtigt man, dass p_{3} (eine Schranke für) eine Wahrscheinlichkeit angibt, so ist p_{3} = 1.913 nur eine triviale Schranke.
  • Für \sigma = 0.5 ergibt sich dagegen \beta = {\rm e}^{–2} \approx 0.135. Dann gilt:
p_3 = 14 \cdot \beta^4 + \beta^8 = 14 \cdot 3.35 \cdot 10^{-4} + 1.1 \cdot 10^{-7} \hspace{0.15cm}\underline{= 0.47 \%}\hspace{0.05cm}.

Ein Vergleich mit der Teilaufgabe (2) zeigt, dass im vorliegenden Beispiel die Bhattacharyya–Schranke p_{3} um den Faktor (0.47 · 10^{–2})/(0.044 · 10^{–2}) > 10 oberhalb der Union Bound p_{1} liegt.

  • Der Grund für diese große Abweichung ist die Chernoff–Rubin–Schranke, die deutlich oberhalb der {\rm Q}–Funktion liegt.
  • In der Aufgabe 1.16Z wird die Abweichung zwischen {\rm Q}_{\rm CR} und {\rm Q}(x) auch quantitativ berechnet:
{{\rm Q_{CR}}( x )}/{{\rm Q}( x )} \approx 2.5 \cdot x \hspace{0.3cm} \Rightarrow \hspace{0.3cm} {{\rm Q_{CR}}( x = 4 )}/{{\rm Q}( x = 4)} \approx 10 \hspace{0.05cm}.