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Exercise 1.09: Extended Hamming Code

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(7, 4)–Hamming–Code (gelb hinterlegt)
und  (8, 4)–Erweiterung (grün)

Es sollen zwei Codes miteinander verglichen werden, deren Codetabellen rechts angegeben sind.

  • Die ersten vier Bit eines jeden Codewortes  x_  sind gleich dem jeweiligen Informationswort  u_  (schwarze Schrift).
  • Danach folgen  m=nk  Prüfbit (rote Schrift).


Der systematische  (7, 4)–Hamming–Code wurde bereits in  Aufgabe 1.6  sowie  Aufgabe 1.7  behandelt. Prüfmatrix und Generatormatrix dieses Codes sind wie folgt gegeben:

H1=(110110001110101011001),
G1=(1000101010011000100110001111).

Im weiteren Verlauf der Aufgabe wird dieser (gelb hinterlegte) Code  C1  genannt.


Die rechte Spalte in obiger Tabelle gibt einen Blockcode mit den Parametern  n=8  und  k=4  an, der in der Literatur meist als „Erweiterter Hamming–Code” bezeichnet wird. Wir nennen diesen (grün hinterlegten) Code im Folgenden  C2  und bezeichnen dessen Prüfmatrix mit  H2  und die dazugehörige Generatormatrix mit  G2 .

Die Fragen zu dieser Aufgabe beziehen sich auf




Hinweise:



Fragebogen

1

Geben Sie die Coderaten von  C1  und  C2  an.

C1:R = 

C2:R = 

2

Geben Sie die minimalen Distanzen von  C1  und  C2  an.

C1:dmin = 

C2:dmin = 

3

Welches Format besitzt die Prüfmatrix  H2  von  C2?

Spaltenzahl = 

Zeilenzahl = 

4

Leiten Sie aus der Codetabelle die Gleichung für das Codebit  x8(=p4)  ab. Welche Angabe ist richtig?

x8=0.
x8=x1x2x4x5.
x8=x1x2x3x4x5x6x7.

5

Welche Aussagen gelten für  H2? Hinweis:  Richtig sind 3 von 4 Antworten.

Die Zeile 1 lautet:   11011000.
Die Zeile 2 lautet:   01110100.
Die Zeile 3 lautet:   00001111.
Die Zeile 4 lautet:   11111111.

6

Welche Umformung ist für die letzte Zeile von  H2  zulässig?

1111111100000000,
1111111111100001,
1111111100101000.

7

Geben Sie die zugehörige Generatormatrix  G2  an. Welche Aussagen treffen zu?

G2  hat gleiches Format wie die Matrix  G1 des  (7, 4)–Codes.
G2  beginnt wie G1  mit einer Diagonalmatrix  I4 .
G2  hat im betrachteten Beispiel das gleiche Format wie  H2 .


Musterlösung

(1)  Die entsprechende Gleichung für die Coderate lautet in beiden Fällen R=k/n:

  • C1: n=7,k=4  R=4/7=0.571_,
  • C2: n=8,k=4  R=4/8=0.5_.


(2)  Die minimale Distanz des (7, 4, 3)–Hamming–Codes C1 beträgt dmin=3_, was allein schon aus der Namensgebung ablesbar ist.

  • Aus der Tabelle auf der Angabenseite ist ersichtlich, dass für den erweiterten Hamming–Code dmin=4_ gilt.
  • C2 bezeichnet man deshalb in der Literatur auch als einen (8, 4, 4)–Blockcode.


(3)  Die Prüfmatrix H besteht im Allgemeinen aus n Spalten und m=nk Zeilen, wobei m die Anzahl der Prüfgleichungen angibt.

  • Beim (7, 4, 3)–Hamming–Code ist H eine 3 × 7–Matrix.
  • Für den erweiterten Hamming–Code   ⇒   Code C2 gilt demgegenüber n=8_ (Spaltenzahl) und m=4_ (Zeilenzahl).


(4)  Aus der Codetabelle auf der Angabenseite erkennt man, dass allein Antwort 3 richtig ist.

  • Das Prüfbit p4 ist so zu bestimmen, dass die Modulo–2–Summe über alle Bits des Codewortes den Wert 0 ergibt.


(5)  Anzumerken ist zunächst, dass die Angabe der Prüfmatrix nie eindeutig ist, schon allein deshalb, weil die Reihenfolge der Prüfgleichungen vertauschbar ist.

  • Unter Berücksichtigung des Hinweises, dass nur eine der vorgegebenen Zeilen falsch ist, ist H2 allerdings eindeutig bestimmt:
H2=(11011000011101001011001011111111).
  • Richtig sind also die Aussagen 1, 2 und 4. Die Zeilen dieser Prüfmatrix stehen in dieser Reihenfolge für die vier Prüfgleichungen:
x1x2x4x5=0,
x2x3x4x6=0,
x1x3x4x7=0,
x1x2x3x4x5x6x7x8=0.


(6)  Richtig ist die Antwort 2:

  • Zu diesem Ergebnis kommt man, wenn man die letzte Zeile durch die Modulo–2–Summe über alle vier Zeilen ersetzt, was erlaubt ist.
  • Der Vorschlag 1 stellt keine Prüfgleichung dar.
  • Der Vorschlag 3 steht für die Prüfgleichung x3x5=0, was auch nicht den Gegebenheiten entspricht.


Entsprechend dem richtigen Lösungsvorschlag 2 wird dagegen die Prüfgleichung

x1x2x3x4x5x6x7x8=0

durch folgende neue Prüfgleichung ersetzt:

x1x2x3x8=0.

Die modifizierte Prüfmatrix lautet nun:

H2=(11011000011101001011001011100001).


(7)  Nach dieser Matrixmanipulation liegt H2 in der für systematische Codes typischen Form vor:

H2=(PT;Im)m=4:H2=(PT;I4).

Damit lautet die Generatormatrix:

G2=(I4;P)=(10001011010011010010011100011110).

Richtig sind also die Aussagen 2 und 3:

  • G2 beginnt wie G1 (siehe Angabenblatt) mit einer Diagonalmatrix I4 , hat aber im Gegensatz zu G1 nun 8 Spalten.
  • Im vorliegenden Fall n=8,k=4  m=4 sind sowohl G2 als auch H2 jeweils 4×8–Matrizen.